Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“ erfolgreich zu Ende gegangen

Datum und Uhrzeit:29.6.2026, 14.30 UhrArchitekturBildende KunstMusik, KlangkunstLiteraturTheater, Schauspiel, TanzFilm, Fotografie, MedienkunstAusstellung

Mehr als 30.000 Menschen kamen zu der Ausstellung und den Veranstaltungen in den Amtssitz des Bundespräsidenten.

Schloss Bellevue mit einer Dachinstallation von Christian Awe. Ausstellungsansicht „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“, Schloss Bellevue, 13.–28. Juni 2026
Schloss Bellevue mit einer Dachinstallation von Christian Awe
Ausstellungsansicht „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“, Schloss Bellevue, 13.–28. Juni 2026
Foto: © dotgain

Am gestrigen Sonntag, 28. Juni 2026, ist die Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“ erfolgreich zu Ende gegangen. Mehr als 30.000 Besucher*innen kamen zu der Ausstellung und den Veranstaltungen in den Amtssitz des Bundespräsidenten, den die Akademie der Künste 16 Tage lang in eine Pop-up-Galerie verwandelte. Seit den ersten Ankündigungen gab es ein überaus großes Publikumsinteresse. Die kostenfreien Tickets waren schnell vergriffen. Das Projekt in dem bereits für die anstehende Sanierung leer geräumten Schloss stand unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. 


Statements

„Unsere Ausstellung ‚Freiraum Kunst‘ hat gestern ihre Tore geschlossen und was diese einzigartige Kunstaktion bei mir hinterlässt, sind: große Freude, neue Zuversicht und ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit. Vor gut zwei Wochen habe ich bei der Vernissage gesagt, Kunst sei ein Labor, in dem wir alle lernen können, selbst zu sehen, zu unterscheiden und zu gewichten. Und genau das habe ich hier beobachten können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die durch das Schloss Bellevue geströmt sind und verweilt haben vor Kunst, um sich selbst ein Urteil zu bilden. Viele haben ihre Eindrücke den Nachfolgenden mitgeteilt mit bunter Schrift auf großen Bögen Papier. Viele sind ins Gespräch gekommen und genau das war es, was wir mit unserer Ausstellung bewirken wollten: Miteinander ins Gespräch kommen. Und was mich besonders beeindruckt hat: Viele Bürgerinnen und Bürger sind gekommen, um noch einmal Schloss Bellevue zu sehen, das Symbol unserer bundesrepublikanischen Demokratie. Mein herzlicher Dank geht an alle, die ‚Freiraum Kunst‘ besucht haben, an alle, die so tatkräftig mitgeholfen haben und vor allem an die Akademie der Künste.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

„Im 330. Jahr ihres Bestehens hat die Akademie der Künste eindrucksvoll gezeigt, was sie ausmacht: Sie ist eine lebendige Künstlersozietät. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern und anderen Beteiligten hat die Akademie der Künste Schloss Bellevue für zwei Wochen in einen Ort der Kunst und der öffentlichen Begegnung verwandelt. Die außergewöhnliche Resonanz zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Orten ist, an denen Menschen Kunst erleben, darüber ins Gespräch kommen und so Öffentlichkeit gestalten können. Dass der Bundespräsident seinen Amtssitz für ein solches Projekt geöffnet hat, ist ein bemerkenswertes Zeichen für den Stellenwert von Kunst und Kultur in unserer Demokratie. Für dieses Vertrauen danken wir ihm und dem Bundespräsidialamt sehr herzlich.“
Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste 
Anh-Linh Ngo, Vizepräsident der Akademie der Künste


Zahlreiche Mitglieder der Akademie der Künste aus allen in der Akademie vertretenen Kunstbereichen wirkten bei „FREIRAUM KUNST“ mit. Arbeiten von 23 Künstler*innen eröffneten in der Ausstellung eine neue Sicht auf den historischen und politischen Raum von Schloss Bellevue als Symbol unserer liberalen Demokratie. Im „Büro der öffentlichen Sache“ fanden unter lebhafter Beteiligung des Publikums 24 „Rundgespräche“ statt mit Mitgliedern der Akademie der Künste und externen Gästen zu Fragen der Teilhabe in der Gesellschaft, zur Nachhaltigkeit und Zukunft unseres Planeten.

Die Berliner*innen sowie Gäste aus dem In- und Ausland nahmen vielfach die Gelegenheit wahr, in der Ausstellung im Austausch mit den acht Live Speakern oder im „Büro der öffentlichen Sache“ über ihre Eindrücke zu sprechen und ihre Gedanken zum Freiraum Kunst, zum Wohnen und zu Formen der Repräsentation in Gesellschaft und dem Privaten zu teilen. Im „Sprechsaal“ waren sie eingeladen zu einem spontanen Gespräch vor der Kamera, um Ideen, Vorschläge und Wünsche zum Thema Zukunft zu äußern. Insgesamt 190 jeweils 30-sekündige Statements wurden gesammelt und ergeben in der Vielfalt der Sprechenden und ihrer Perspektiven ein beeindruckendes Bild unserer Zeit. Die Videos sind hier abrufbar. 
Im Rahmen der Kulturellen Vermittlung fanden sechs Workshops mit Berliner Schulen und Jugendclubs statt. Insgesamt wurden mehr als 40 Führungen durchgeführt. 

An der Ausstellung und im Veranstaltungsprogramm vor Ort beteiligte Akademie-Mitglieder: Thomas Auer, Peter Badel, Rosa Barba, Carola Bauckholt, Alexandra Bircken, Jürgen Böttcher, Monica Bonvicini, Arno Brandlhuber, Ann Cotten, Katja Erfurth, Ayşe Erkmen, Jochen Gerz, Katharina Grosse, Hanna Hartman, Regine Keller, Ulrich Khuon, Bjørn Melhus, Boris Mikhailov, Helke Misselwitz, Anh-Linh Ngo, Kirsten Reese, Trond Reinholdtsen, Karin Sander, Matthias Sauerbruch, Hanns Schimansky, Iris ter Schiphorst, Gregor Schneider, Katharina Schultens, Chiyoko Szlavnics, Wolfgang Tillmans, Manos Tsangaris, Andres Veiel, Cécile Wajsbrot sowie Harf Zimmermann.

Gefördert von: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, BMW Foundation Herbert Quandt, COVADO, DECKER ART FOUNDATION, Stiftung am Grunewald, Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, Stiftung Stadtkultur

Mit freundlicher Unterstützung von: Adolf Würth GmbH & Co. KG, Bertelsmann, Gesamtmetall, Gerhart und Renate Baum Stiftung, Goethe-Institut 

Förderung der Matinée mit Maria Kalesnikava im Rahmen des „Büros der öffentlichen Sache“: Gerhart und Renate Baum Stiftung, Goethe-Institut

Impressionen

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