Büro der öffentlichen Sache
13.–28.6.2026

GesprächFilmLesungPerformanceTanzKonzert

Raumplastische Interventionen und Dialoge
Szenografie: ARCH+

Begleitend zur Ausstellung „FREIRAUM KUNST“ initiiert Akademie-Präsident Manos Tsangaris in Schloss Bellevue mit dem Büro der öffentlichen Sache ein diskursiv-performatives Format, das zu einem offenen und analogen Austausch über die Bedingungen demokratischer Öffentlichkeit und des gesellschaftlichen Miteinanders einlädt.

Tickets und Besuchsinformationen

  • Standort:Schloss Bellevue
  • Datum:13.–28.6.2026
  • Uhrzeit:10–19 Uhr
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
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  • Schloss Bellevue, Spreeweg 1, 10557 Berlin-Tiergarten

    Mo–Fr 11–19 Uhr (19.6. 11–17 Uhr)
    Sa, So 10–19 Uhr

    Eintritt frei mit Zeitfensterticket

    Im Rahmen der Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“

  • Für den Besuch der Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“ ist ein kostenloses Ticket erforderlich. Die Ticket-Buchung erfolgt ausschließlich online unter freiraum-kunst.eu.

    Aktuell sind wieder Tickets verfügbar. Aufgrund der hohen Nachfrage sind Wartezeiten möglich, wir bitten um Verständnis. Durch Stornierungen können Tickets auch zwischenzeitlich frei werden. Wir halten Sie hier und auf den Social Media-Kanälen der Akademie der Künste auf dem Laufenden.

    Vor Ort sind keine Einlasstickets erhältlich. Die Tickets sind personengebunden und nicht übertragbar. Sie können bis zu drei Begleitpersonen anmelden. Weitere Informationen finden Sie unter freiraum-kunst.eu.

    Es gibt vier Ticket-Optionen, mit denen Sie Zugang zum „Büro der öffentlichen Sache“ erhalten:

    Besuch der Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“
    täglich, Zeitfenster 1 Stunde

    Besuch der Ausstellung „FREIRAUM KUNST. Akademie der Künste goes Bellevue“ und Programm im „Büro der öffentlichen Sache“ (Zugang zum Programmteil begrenzt)
    täglich, 17–19 Uhr

    Veranstaltung Café Climate zum Thema „Seltene Erde“ (ohne Besuch der Ausstellung)
    Fr 19.6. 17–19 Uhr

    Kunst und Solidarität – Eine Matinee mit Maria Kalesnikava
    So 21.6. 11–14 Uhr

Über das Format

Durch den experimentellen Charakter des Projekts wird ein Raum geschaffen, in dem Öffentlichkeit nicht dargestellt, sondern in Gesprächen und performativen Beiträgen praktisch hergestellt wird. Es bringt künstlerische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven zusammen und dient zugleich als Auftakt für ein längerfristiges Projekt der Akademie der Künste.

Ausgangspunkt ist die Diagnose einer Krise der demokratischen Öffentlichkeit: Digitale Infrastrukturen prägen Sichtbarkeit und Meinungsbildung, indem sie vernetzen, breiten Informationszugang ermöglichen und große Reichweite bieten. Zugleich bilden sie selbstbestätigende Echokammern und verstärken gesellschaftliche Polarisierung. Öffentliche Aushandlung verliert an Verbindlichkeit, Urteilskraft gerät unter Druck. Das diskursive Projekt reagiert darauf mit einem analogen, zugänglichen Format, das Austausch jenseits von Polarisierung ermöglicht.

Der Kunst kommt dabei eine spezifische Rolle zu. Indem sie Wahrnehmung organisiert, irritiert und verschiebt, macht sie sichtbar, unter welchen Bedingungen Öffentlichkeit entsteht oder verhindert wird.

Als Abschluss des Ausstellungsrundgangs markiert das Büro der öffentlichen Sache den Übergang von der Betrachtung zur Beteiligung. Das Büro entwickelt und erprobt Formate öffentlicher Auseinandersetzung: moderierte Gespräche in kleinen Gruppen, ergänzt durch musikalische Beiträge, Performances und Diskussionsformate. Nichts ist vollständig vorgeplant. Öffentlichkeit entsteht nicht als feste Form, sondern im gemeinsamen Handeln, Sprechen und Zuhören.

Ein diskursiv-performatives Format von Manos Tsangaris, Komponist, Präsident der Akademie der Künste, mit Mitgliedern der Akademie der Künste und Gästen, moderiert von Manos Tsangaris, Anh-Linh Ngo, Architekt und Publizist, Vizepräsident der Akademie der Künste, Änne-Marthe Kühn, Dramaturgin, und Nils Plath, Literaturwissenschaftler

Mit literarischen Beiträgen von Mitgliedern der Sektion Literatur der Akademie der Künste: Friedrich Dieckmann, Ulrike Draesner, Annett Gröschner, Kerstin Hensel, Direktorin der Sektion Literatur, Thomas Hettche, Ursula Krechel, Eva Menasse, Terézia Mora, Ulrich Peltzer, Teresa Präauer, Kathrin Röggla, Katharina Schultens, Ingo Schulze, Cécile Wajsbrot, Stellvertretende Direktorin der Sektion Literatur

Programm

SPRECHSAAL
täglich 11–14 Uhr (nicht am 21.6.)

„Du hast das Wort – 30 Sekunden Nachdenken-für-die-Zukunft“ – unter diesem Motto lädt Peter Badel zum Gespräch vor die Kamera. Ideen und Vorschläge, Wünsche, Anmerkungen und Zurufe werden als Dokument eines kurzen Dialogs aufgezeichnet. Die Vielfalt der Sprechenden und ihrer Perspektiven ergibt ein Bild unserer Zeit – offen, widersprüchlich und unvollständig.

Initiator: Peter Badel, Kameramann, Stellvertretender Direktor der Sektion Film- und Medienkunst
Mitarbeit: Helke Misselwitz, Regisseurin, Direktorin der Sektion Film- und Medienkunst, Harf Zimmermann, Fotokünstler, Mitglied der Akademie der Künste
Kamera: Fred Plassmann, OFFscreen MediaCollective

FREIRAUM
täglich 14–17 Uhr

Im FREIRAUM greifen Musik, Tanz, Performance und Gespräch ineinander. Musikalische und tanzkünstlerische Interventionen, Klangkompositionen, ein Kommunikationsmarathon als Gesprächsangebot und literarische Beiträge verwandeln den Ausstellungsraum und das Büro der öffentlichen Sache zu einer performativen Bühne, die den Austausch mit dem Publikum sucht.

Musikalische Interventionen

12.–20.6.

Musik, Intervention, Performance

Musiker*innen: Hyun-Jung Berger, Cello, Hayden Chisholm, Saxophon, Klarinette, Manos Tsangaris, Instant Composing und Soli aus Arnold Elevators

21.–28.6.

Musik, Intervention, Performance

Musiker*innen: Katsia Kaya, Gesang, Gregory Kharaneka, Saxophon, Jana Ščarbakowa, Querflöte, Manos Tsangaris, Instant Composing und Werke von Mitgliedern der Sektion Musik der Akademie der Künste: Carola Bauckholt, Annesley Black, Christopher Fox, Stephan Froleyks, Peter Michael Hamel, Annette Schlünz, Caspar Johannes Walter

Tanzkünstlerische Interventionen

13. und 16.–21.6.

Tanz, Performance

Katja Erfurth, Tänzerin, Choreografin, Mitglied der Akademie der Künste

Wir müssen reden! Kommunikationsmarathon

20.–23.6.

Gesprächsangebot von Stefan Kraus, Kunstvermittler, 2008–2025 Direktor von Kolumba, Köln

RUNDGESPRÄCHE
täglich 17–19 Uhr (nicht am 27./28.6.)

Das tägliche Diskursformat RUNDGESPRÄCHE bietet dem Ausstellungspublikum einen unmittelbaren Austausch mit Künstler*innen und Akteur*innen aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Mitglieder aller Sektionen der Akademie der Künste sowie der JUNGEN AKADEMIE stellen ihre Arbeit und Gedanken im Dialog mit dem Publikum vor. Im Mittelpunkt stehen aktuelle gesellschaftliche Fragen zu den Themen „Teilhabe“, „Seltene Erde“ und „Plattformkapitalismus“.

Programmplan und Tagesgäste

Sa 13.6.

Bjørn Melhus, Medienkünstler, Mitglied der Akademie der Künste

So 14.6.

Christian Awe, Maler

Mo 15.6.

Louisa Hutton, Architektin
Matthias Sauerbruch, Architekt, Mitglied der Akademie der Künste

Di 16.6.

17–18 Uhr: Christopher Lehmpfuhl, Maler
18–19 Uhr: Lisa Benjes, Leiterin von field notes, inm – initiative neue musik berlin e.V.

Mi 17.6.

17–18 Uhr: Ilan Siebert, Initiator und Gründer von Es geht LOS / Demokratie Innovation e.V. 
18–19 Uhr: Petja Ivanova, Künstlerin, Dozentin, Performerin, Stipendiatin der JUNGEN AKADEMIE

Do 18.6.

17–18 Uhr: Marie Luise Knott, Essayistin, Journalistin, Autorin, Übersetzerin
18–19 Uhr: Susie Ibarra, Komponistin, Perkussionistin, Klangkünstlerin, Teilnehmerin der spreeklänge (25.–27.6.)

Fr 19.6.

17–19 Uhr: Café Climate zum Thema „Seltene Erde“

Gespräch

Initiatorinnen: Cécile Wajsbrot, Schriftstellerin, Übersetzerin, Stellvertretende Direktorin der Sektion Literatur, Iris ter Schiphorst, Komponistin, Interpretin, Autorin, Stellvertretende Direktorin der Sektion Musik

Expert*innen: Benjamin Beuerle, Forscher, Centre Marc Bloch, Nina Fischer, Künstlerin, Filmemacherin, Professorin an der Universität der Künste, Maria Giménez, Agroforst-Pionierin

Moderiert von den Künstler*innen: Leon Erhorn, Petja Ivanova, Iris ter Schiphorst, Cécile Wajsbrot

Sa 20.6.

17–18 Uhr: Anh-Linh Ngo, Herausgeber von ARCH+, Vizepräsident der Akademie der Künste, sowie Mitarbeitende von ARCH+: Zita Leutgeb, Arno Löbbecke, Nicole Müller, Olivier Therrien
18–19 Uhr: Thomas Auer, Ingenieur, Mitglied der Akademie der Künste

So 21.6.

11–14 Uhr: Kunst und Solidarität – Eine Matinee mit Maria Kalesnikava

Gespräch, Musik

Gesprächsteilnehmer*innen: Maria Kalesnikava, Bürgerrechtlerin, Flötistin, Christine Fischer, Intendantin von Musik der Jahrhunderte, Künstlerische Leiterin ECLAT Festival neue Musik, Tatsiana Khomich, Repräsentantin für politische Gefangene des Koordinierungsrates von Belarus, Kai Ohrem, Professor für Schauspiel am Thomas Bernhard Institut, Universität Mozarteum Salzburg

Moderation: Johanna M. Keller, Programmbeauftragte der Akademie der Künste

Musiker*innen: Katsia Kaya, Gesang, Gregory Kharaneka, Saxophon, Jana Ščarbakowa, Querflöte

17–18 Uhr: Maithu Bùi, Künstler*in, Stipendiat*in der JUNGEN AKADEMIE
18–19 Uhr: Ulrich Khuon, Dramaturg, Intendant, Mitglied der Akademie der Künste

Mo 22.6.

17–18 Uhr: Andres Veiel, Autor, Regisseur, Mitglied der Akademie der Künste
18–19 Uhr: Katharina Schultens, Schriftstellerin, Mitglied der Akademie der Künste

Di 23.6.

17–18 Uhr: Trond Reinholdtsen, Komponist, Vokalkünstler, Mitglied der Akademie der Künste, Teilnehmer der spreeklänge (25.–27.6.)
18–19 Uhr: Emma Adler, Konzeptkünstlerin, Stipendiatin der JUNGEN AKADEMIE

Mi 24.6.

17–18 Uhr: Kirsten Reese, Komponistin, Klangkünstlerin, Mitglied der Akademie der Künste
18–19 Uhr: Arno Brandlhuber, Architekt, Mitglied der Akademie der Künste

Do 25.6.

17–18 Uhr: Malte Ubenauf, Dramaturg
18–19 Uhr: Rosa Barba, Künstlerin, Filmemacherin, Mitglied der Akademie der Künste

Fr 26.6.

17–18 Uhr: Marita Lersner, Pfarrerin, Evangelische Kirchengemeinde am Hohenzollernplatz
18–19 Uhr: Alexandra Bircken, Künstlerin, Mitglied der Akademie der Künste