Berlin-Karussell
Die Akademie als lebendige künstlerische Praxis
1.5. – 7.6.2026
Workshops, Konzerte, Performances, Gespräche, Lesungen, Open Studios
Über 40 internationale Künstler*innen verschiedener Disziplinen erzeugen simultane, nicht lineare Ereignisse in einer von Arnold Dreyblatt entwickelten Komposition in Anlehnung an John Cage.
Ein Projekt von Arnold Dreyblatt und der Akademie der Künste in Kooperation mit raumlaborberlin

Über das Projekt
Standort: Hanseatenweg, Halle 3 - AufzugRollstuhlgerechtGenderneutrale Toilette
- Datum:
1.5. – 7.6.2026 - Uhrzeit:
14–19 Uhr - Kooperation(en):
raumlaborberlin - Sprachen: Deutsch, Englisch
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Di–So 14–19 Uhr
Pfingstmontag 25.5. geöffnet
Eintritt freiEröffnung 30.4.
19 Uhr
Eintritt freiAbendveranstaltungen ab 19 Uhr
€ 7,50/5
Mehr als 40 internationale Künstler*innen verschiedener Disziplinen arbeiten über einen Zeitraum von fünf Wochen in der Akademie der Künste an künstlerischen Projekten, die im Rahmen einer von Arnold Dreyblatt entwickelten nicht-linearen Komposition für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Seit den 1990er-Jahren strukturiert Arnold Dreyblatt performative Installationen durch überlagerte Zeitsequenzen, um künstlerische Prozesse sichtbar zu machen. Dabei knüpft er an John Cages Theater Event No. 1 (1952) an, bei dem Künstler*innen innerhalb festgelegter Zeitrahmen simultane Aktionen im Publikum ausführten, ebenso wie an Lawrence Halprins Verwendung der Partitur als Mittel, „Spontaneität und Interaktion“ zu fördern, die „nicht auf ein bestimmtes Ergebnis ausgerichtet“ sind (siehe The Rsvp Cycles: Creative Processes in the Human Environment, 1970).
Berlin-Karussell greift Cages Zirkulationsprozesse auf und entwickelt die Idee einer nicht-zentrierten Komposition weiter. Dreyblatt stellt sich die Akademie der Künste als eine temporäre „working academy“ vor, in der mehr als 40 Akademie-Mitglieder und eingeladene Künstler*innen aus allen Disziplinen prozessorientierte Forschung, Diskussion, Performance und Interaktion entfalten. Der offene Projektraum in einer Ausstellungshalle des Akademie-Gebäudes am Hanseatenweg, der speziell für das Projekt vom Kollektiv raumlaborberlin konzipiert wurde, wird zugleich zu einem Ort der Produktion und zu einem Raum, in dem die Grenzen künstlerischer Kategorien überschritten und erweitert werden.
Ein Zeitplan zeigt an, wann einzelne Künstler*innen oder Gruppen im Raum aktiv sind. Über den Zeitraum von fünf Wochen hinweg sind Besucher*innen täglich zwischen 14 und 19 Uhr eingeladen, künstlerische Praxis im Prozess zu beobachten und auch daran teilzunehmen. Bei Abendveranstaltungen präsentieren die beteiligten Künstler*innen und Kollektive sowohl die im Raum entwickelten Ereignisse als auch weitere Arbeiten. Interdisziplinarität sowie zeit- und prozessbasierte Kunstformen, die innerhalb dieses offenen Arbeitsprozesses erfahrbar werden, bilden den Kern des Projekts.
Mitwirkende
Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kurator*innen:
Hubertus von Amelunxen, Cağlasu Aslan, Arno Brandlhuber, Andreas Bülhoff, Benedetta Castrioto, Moussa Coulibaly, Jan Faktor, Dani Gal, Ulrike Grossarth, Constanze Haas, Gary Hurst, Dominique Hurth, Hwanhee Hwang, Petja Ivanova, Käthe Kruse, Raimund Kummer, Elisabetta Lanfredini, Claus Löser, Anton Lukoszevieze, Amir Mardaneh, Marc Matter, Nanne Meyer, Ari Benjamin Meyers, Mouse on Mars, Hajnal Nemeth, Daniel Ott, An Paenhuysen, Jovana Popic, Steffen Reck, Stefan Römer, Eva-Maria Schön, Geetha Sridharan, Christoph Tannert, Jakob Ullmann, Maria Ustenko, Andreas Rost, Cécile Wajsbrot, Raul Walch, Sasha Waltz, Jan St. Werner, Jeremy Woodruff, Walter Zimmermann, Vizma Zvaigzne
Weitere Beiträge von Versatorium Wien, Studio für Elektroakustische Musik, Internationales Künstlergremium (IKG), Sound Practice Research Kollektiv (SPRK) der Folkwang Universität der Künste, Berlin School of Sound, raumlaborberlin, Internationale Gesellschaft der bildenden Künste e.V. (IGBK), u.a.
Programm im Überblick
30.4. 19 Uhr
Eröffnung mit Treppenreden, Performances und Party
Mit Manos Tsangaris, Arnold Dreyblatt, raumlaborberlin
Marc Matter, Sound Practice Research Kollektiv (SPRK) der Folkwang Universität der Künste
Ab 21 Uhr DJ-Set mit Anna Butter, Mouse on Mars
1.5.–7.6.
Conversely Yours, Jan Werner, 2024
Intervention im Haus
Unhörbar, Käthe Kruse, 2026
Offenes Atelier
Unwalling Hanseatenweg, Arno Brandlhuber, Constanze Haas, Manuel de Villiers
Rechercheprojekt
fm-scenario.net, Eran Schaerf, 2013
Intermediales Projekt
Portrait Archive – a video work for Berlin Carousel, Gary Hurst
1.5.–3.6.
Dani Gal und Ari Benjamin Meyers mit Gästen
Soundprojekt
Abschlusspräsentation am 3.6. 20.30 Uhr
1.5.–3.5.
Sound Practice Research Kollektiv (SPRK) der Folkwang Universität der Künste, Klasse Jan St. Werner
Performances
2.5. 14 Uhr
Kunst aus dem Koffer, 30 Berliner IKG-Künstler*innen (Internationales Künstlergremium) mit Arbeiten aus dem Koffer
Gespräche und Tisch-Ausstellung
DE
5.–10.5.
La fête permanente. A mini-Filliou-school. On the occasion of the 100th birthday of Robert Filliou and the 1,000,063th Birthday of Art
Kuratorinnen: An Paenhuysen und Benedetta Castrioto
Mit Tomas Bächli, Greta Casà, Charlotte Dualé, Helga Franza
Workshops, Gespräche, Performances
DE/EN
BREAK DANCE BREAK, Ein zyklisches, repetitives Stück von Hajnal Nemeth
Breakdance-Workouts: 5.–9.5. 16–19 Uhr
Abschlussveranstaltung: 10.5. 18 Uhr
EN
5.5. 19 Uhr
Vom Leck-Mich zum IstdochgarnichtsoübeldieseDDR, Jan Faktor und Christoph Tannert
Gespräch
DE
5.5. 20.30 Uhr
Kontaktbögen, Steffen Reck und Dr. Claus Löser über die Ostberliner Theatergruppe Zinnober, Super-8- und VHS-Dokumente
Film und Gespräch
DE
9.5. 19 Uhr
Solo for Balloons, George Mačiunas, 1962
Performance: Anton Lukoszevieze
Einführung und Gespräch: Hubertus von Amelunxen
DE
12.–15.5.
Spoken Matter Radio von Andreas Bülhoff und Marc Matter
Mit Alfredo Costa-Monteiro, Adrienne Herr, DJ Shlucht
Künstlerische Assistenz: Silja Beck
Performance: 14.5. 20 Uhr
13.5. 15–18 Uhr
for the time being, Sasha Waltz
Ein Workshop zum kollektiven Erleben des Moments
17. / 21.5. ab 17 Uhr
Diskursive Dinner mit raumlaborberlin
Clubraum
19.–25.5.
Discussique: den Tagen zuzuhören, Sonic Borderlines
Mit 7 internationalen Sänger*innen, komponiert von Jeremy Woodruff
Ausgestellter Lern- und Probenprozess
Abschlussveranstaltung: 25.5. 17 Uhr
EN
19.–24.5.
Papiertheater, Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen
Mit Sophia Barthelmes, Anna Eble, Marion Maurin, Mathias Müller, Felix Reinstadler und Gästen
Workshops
DE
26.–28.5. 14–15.30 Uhr
Kunst und Autonomie, Aktivismus, Akademie, Ambient, Anti-Avantgarde, Stefan Römers Lesegruppe, gemeinsames Lesen und Besprechen von relevanten Texten zu Kunst und Selbstorganisation
Partizipativer Workshop
27.5. 17–19 Uhr
How to Academy, Mitglieder der Akademie der Künste und der Sächsischen Akademie der Künste
Geschlossene Veranstaltung
28.5. 16–18.30 Uhr
public exercises von und mit Ulrike Grossarth
Bewegungsworkshop
DE/EN
28.5. 19 Uhr
ReCoder-Filmzyklus (Römer, 2026, 45 min) und Decoder (Mucha 1984, 80 min), Stefan Römer, Valérie Renay u. a.
Film und Gespräch
DE
30.5. 20 Uhr
Unwalling Hanseatenweg, Arno Brandlhuber, Constanze Haas, Manuel de Villiers
Konzert und Lesung
31.5.
Café Climate: Narratives about possible futures (Arbeitstitel)
Mit Manuele Gragnolati, Christoph Holzhey, Petja Ivanovna, Jovana Popic, Iris ter Schiphorst, Cécile Wajsbrot
DE
2.–7.6.
Flachmeer, hohe Kapsel (Arbeitstitel), Dreharbeiten für ein nichtkommerzielles Filmprojekt von Steffen Reck
Zugabe, Nanne Meyer und Eva-Maria Schön, seit 2010
Postkarten-Korrespondenzen
Offenes Atelier
3.6. 19 Uhr
3927 Wörter
Mit Käthe Kruse (Stimme), Myriam El Haik (Piano), Edda Kruse Rosset (Schlagzeug)
Performance
3.6. 20.30 Uhr
Dani Gal und Ari Benjamin Meyers mit Gästen
Abschlusspräsentation
EN
5.6. 19 Uhr
John Cage’s Musicircus in Ost und West
Mit Arnold Dreyblatt, Jakob Ullmann, Walter Zimmermann
Gespräch und Musik
DE
5.6. 20.30 Uhr
Circuit Stories, Malte Giesen und Dustin Zorn an historischen und neueren Instrumenten des Studios für Elektroakustische Musik
Live-Electronic Lecture-Performance
DE
6.6. 16 Uhr
Nanne Meyer und Eva-Maria Schön
Performance und Gespräch
DE
7.6.
Finissage
