Mehrtägige Projekte

Dani Gal und Ari Benjamin Meyers mit Gästen: Unfolding No. 1 (Live)

Foto: © Dani Gal

1.5.–3.6.

Unfolding No. 1 ist eine musikalische Live-Version des Spiels „Exquisite Corpse“, das von den Surrealisten erfunden wurde: Künstler*innen waren aufgefordert, einen Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen konstruieren zu lassen, ohne dass die Teilnehmenden von der jeweils vorhergehenden Mitarbeit Kenntnis hatten. In Unfolding nehmen die eingeladenen Künstler*innen live ein 3- bis 5-minütiges Tonstück auf, das mit einer 30 Sekunden langen Aufnahme des vorherigen Gastes beginnt. Das Ergebnis ist eine etwa 40-minütige Komposition.

Mit Ari Benjamin Meyers und Dani Gal (1.5.), Nico von Wersch (3.5.), Tony Buck / Magda Mayas (10.5.), Manos Tsangaris (15.5.), Labour (16.5.), Marina Rosenfeld (17.5.), Christian Naujoks (25.5.)

14–19 Uhr

Sound Practice Research Kollektiv (SPRK ) der Folkwang Universität der Künste

1.–3.5.

Performances

Studierende des Masterstudiengangs „Sound Practice Research“ am Institut für Pop-Musik an der Folkwang Universität der Künste widmen sich unter der Leitung des Künstlers und Musikers Jan St. Werner der theoretischen und praktischen Erforschung von Klang und Musik in verschiedenen Dimensionen.

14–19 Uhr

La fête permanente. A mini-Filliou-school

Postkarte La fête permanente. mini-Filliou-school, Sauve, 2026

5.–10.5.

Workshops, Gespräche, Performances, Konzert

2026 jährt sich der 100. Geburtstag des Fluxus-Künstlers Robert Filliou (17.1.1926 – 2.12.1987). Wir feiern dieses Ereignis mit einer „fête permanente“ – einer einjährigen Reihe von wandernden Happenings. Die Treffen finden in einem Netzwerk gleichgesinnter Menschen in mehreren europäischen Städten statt, die durch die gemeinsame kreative Energie und das Interesse an Filliou verbunden sind.

Kuratorinnen: An Paenhuysen und Benedetta Castrioto
Mit Tomas Bächli, Greta Casà, Charlotte Dualé,
Helga Franza

DE/EN

14–19 Uhr

Hajnal Németh: BREAK DANCE BREAK

Hajnal Németh, “BREAK DANCE BREAK”, 2026, cyclical, repetitive performance, Ferenczy Museum Center – ArtMill, Szentendre; Performed by Júlia Koffler, Dániel Erdei and Csenge Szarvák
Foto: © Balázs Deim

5.–9.5.

Zyklische, repititive Trainingseinheiten

Break Dance Break ist ein stummes Breakdance-Training das zwischen wiederkehrenden Phasen von Aufwärmen, Gleichgewichtsübungen, Tanzbattles, Ruhe und Entspannung wechselt. Die vier Teilnehmer*innen bedienen sich ausschließlich der Körpersprache, um ein gemeinsames Gedicht zu verfassen. Dieser Text wird am letzten Tag der Breakdance-Workouts aufgeführt.

B-Girls, B-Boys: Sapphira Taskiran, Nataliia Zhdan, Ruben Engelke, Josei Faltin, Gabriel Manz

17–19 Uhr

Live on Tape

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12.5.–7.6.

1971 auf Initiative von Künstler*innen und Kulturproduzent*innen gegründet, ist das n.b.k. Video-Forum die älteste und größte Videokunstsammlung in Deutschland. Für Berlin-Karussell wurden prozessuale Videoarbeiten ausgewählt.

Mit Joseph Beuys, Frieder Butzmann, Michael Geißler, Mona Hatoum, Nan Hoover, Allan Kaprow, John Miller, Nam June Paik, Lia Perjovschi
Kuratorin: Anna Lena Seiser, n.b.k. Video-Forum

Foyer / Garderobe

Patrizia Bach Zeichnet

Ausstellungsansicht Vessel & Voyager, Akademie der Künste, 2026
Foto: © Joanna Wilk

12.–17.5.

Offenes Atelier

Patrizia Bach, Villa Serpentara-Stipendiatin 2024, nimmt das Medium der Zeichnung als Kommunikationswerkzeug ernst: Sie lässt sich auf das Berlin-Karussell als Open Space ein, indem sie ihre Wahrnehmungen des Raums – Geräusche, Bewegungen, Menschen – zeichnet, ohne im Voraus zu wissen, was passiert.

14–19 Uhr

Andreas Bülhoff und Marc Matter: Spoken Matter Radio

Foto: © Jana Zwick

12.–15.5.

Performances

Das Label Spoken Matter installiert eine Woche lang in den Räumen der Akademie der Künste ein temporäres Radiostudio für sprachbasierte Klangkunst. Hier wird tagsüber an einer Radiosendung gearbeitet, die am 14. Mai zusammen mit geladenen Gästen vor Publikum aufgeführt und gleichzeitig per Live-Stream und in der näheren Umgebung der Akademie über Radiofrequenz ausgestrahlt wird.

Mit Alfredo Costa-Monteiro, Adrienne Herr, DJ Shlucht
Künstlerische Assistenz: Silja Beck

14–19 Uhr

Jeremy Woodruff Discussique: Listening to the Days – den Tagen zuzuhören

Foto: © Jeremy Woodruff

19.–25.5.

Workshops

Discussique: Listening to the Days ist ein vokales Labor. 7 professionelle Sänger*innen aus unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Kontexten vermitteln einander Lieder und Stimmpraktiken und erforschen, wie Zeit, Ritual, Sprache und Emotion in verschiedenen Musiktraditionen verkörpert werden. Das Publikum ist eingeladen, dem Prozess beizuwohnen.

Offener Gesangsunterricht mit
Geetha Sridharan: 19.5. 14–14.30 Uhr, South Indian – Carnatic
Vizma Zvaigzne: 19.5. 17–17.30 Uhr, Klassisches Kunstlied (Mezzosopran)
Cağlasu Aslan: 20.5. 15–15.30 Uhr, Ottoman classical (makam)
Elisabeth Lanfredini: 21.5. 14–14.30 Uhr, Experimental/Improv
Amir Mardaneh: 21.5. 17–17.30 Uhr, Persian classical (dastgāh)
Maria Ustenko: 22.5. 15–15.30 Uhr, Ukrainian folk
Moussa Coulibaly: 23.5. 15–15.30 Uhr, Griot, Burkina Faso

In Kooperation mit Berlin School of Sound

DE/EN

14–19 Uhr

25.5. 17 Uhr Abschlusspräsentation

Eintritt frei

Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen: Papiertheater

Foto: © Versatorium

19.–24.5.

Inhalt der Workshops sind die gemeinsame Lektüre, die Übersetzung aus dem Dänischen und das Proben von Inger Christensens Theaterstück En vinteraften i Ufa – ein Stück über das Sprechen und über das (Theater-)Spielen. Längere Textpassagen referieren auf Anton Tschechows Drei Schwestern.

Mit Sophia Barthelmes, Anna Eble, Marion Maurin, Mathias Müller, Felix Reinstadler
Gäste: Norbert Lange, Phillippe Roepsdorff,Liv Thastum, Mathias Traxler

DE/DK

14–19 Uhr

Kunst und Autonomie, Aktivismus, Akademie, Ambient, Anti-, Avantgarde: Stefan Römer

26.–28.5.

Partizipativer Workshop

Stefan Römer fragte bereits im Jahr 2000 nach künstlerischer „Selbst-organisation“ in Kunstakademien und forderte marktunabhängige Freiräume. Was ist aus der Idee einer selbstgestalteten Lehre geworden und wie hat die Digitalisierung die künstlerische Ein-/Ausbildung und die Kunst verändert? Im Workshop werden dazu relevante Texte gelesen und diskutiert.

Stefan Römers Lesegruppe, gemeinsames Lesen und Besprechen von relevanten Texten zu Kunst und Selbstorganisation

DE

14–15.30 Uhr

Ethan Braun

© Ethan Braun

2.–7.6.

Offenes Atelier

Ethan Braun wird ein neues Werk mit dem Titel Leverage komponieren. Mithilfe von Lautsprechern wird Braun es im gesamten Gebäude der Akademie zur Aufführung bringen – und dabei eine Reihe von „Études transcendantes“ für Instrument, Stimme, Elektronik und Raum präsentieren.

Dreharbeiten für ein nichtkommerzielles Filmprojekt von Steffen Reck: Flachmeer, hohe Kapsel (AT)

Flachmeer, Screenshot
© Steffen Reck

2.–7.6.

Ein Team um den Filmemacher Steffen Reck erkundet in einer freien, essayistischen Adaption den komplexen Textkosmos „Willkommen und Abschied“ von Ulrich Zieger – der poetischen „Nacherzählung“ über Erinnerung, Verschwinden, Sprache und das Ende des Denkens.

Nanne Meyer und Eva-Maria Schön: Zugabe, seit 2010

Postkarten
© Nanne Meyer, Eva Maria Schön

2.–7.6.

Postkarten-Korrespondenzen, Offenes Atelier

Ein Freundschaftsprojekt der besonderen Art: Obwohl beide Künstlerinnen in Berlin leben, schicken sie sich seit über 25 Jahren selbstgestaltete Karten mit der Post, um einen spontanen Gedanken, ein Bild, einen Blick auf die Welt mit der Freundin zu teilen.

6.6.16 Uhr – Abschlusspräsentation

Videoprojektion, Performance und Gespräch mit Helen Adkins

Das Open Studio der Künstlerinnen schließt in einer gemeinsamen Performance, einem Künstlerinnengespräch und zwei Videoprojektionen.

Eva-Maria Schön, Was ich besitze, 2010
18 Menschen versuchen, auf diese Frage eine persönliche Antwort zu finden

Was besitzt Du gerne und Was brauchst Du nicht?
Eva-Maria Schön befragt Gäste der Akademie der Künste

DE

Eintritt frei