Echoes, Ghosts, Songs & Soils
25.4.2026, 15–22 Uhr
Konzerte, Lesungen, Performances, partizipative Installationen und audiovisuelle Arbeiten betten die Leitmotive der Ausstellung – Gefäß (Vessel) und Reisende (Voyager) – in ein immersives, performatives Ereignis ein.
Standort: Hanseatenweg, Halle 3 - Datum:
25.4.2026 - Uhrzeit:
15–22 Uhr - Preis:6 EUR (Ermäßigt: 4 EUR)
- Sprachen: Englisch
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Eintritt mit Ausstellungsticket
Im Rahmen der Ausstellung „Vessel & Voyager“ der JUNGEN AKADEMIE

Das Performance-Programm „Echoes, Ghosts, Songs & Soils“ findet im Rahmen der Ausstellung „Vessel & Voyager“ der JUNGEN AKADEMIE statt und aktiviert die Akademie der Künste am Hanseatenweg zu einem atmenden, singenden, vibrierenden Resonanzgefäß. In vier Kapiteln werden Räume für Begegnung, Verweilen und Austausch zwischen Performer*innen, Besucher*innen, Künstler*innen und ihren Arbeiten geschaffen.
Konzerte, Lesungen, Performances, partizipative Installationen und audiovisuelle Arbeiten betten die Leitmotive der Ausstellung – Gefäß (Vessel) und Reisende (Voyager) – in ein immersives, performatives Ereignis ein. „Echoes, Ghosts, Songs & Soils“ wird getragen vom Chor protestierender Stimmen, der Entfaltung von Klanglandschaften und Liedern, dem Pulsieren von Körpern und Territorien sowie der Artikulation intimer Sphären durch Sprache.
Mit den Stipendiat*innen:
Logan February, Éléonore de Duve, Huihui Cheng, Claudia Durastanti, Jug Đorđević, Isabel Cruz, Regina Menke, Sophie Seita, Franziska Wenning, Sinan Samanli, Hrishikesh Pawar
Und den Künstler*innen:
ensemble mosaik, Lea Barletti & Annette Kopetzki, Rachel Elizabeth Skipor, Anja Gast, Rémy Bocquillon & Maximilian Jean-Luc Ahl, Sasha Amaya, Saeed Asadsangabi & Eve Singleton u. a.
Zu den einzelnen Arbeiten
Den Auftakt bildet eine sound-basierte, partizipative Performance des Theaterregisseurs Jug Đorđević. Hintergrund der Arbeit sind die Protestbewegungen gegen die serbische Regierung als Antwort auf das Bahnhofsunglück von Novi Sad.
Die Tänzerin Isabel Cruz tritt in ihrer choreografischen Arbeit in einen Dialog mit ihrem verstorbenen Vater. Inspiriert von der Haptik des Akademiegebäudes entfalten sich körperliche Resonanzräume und kontemplative Momente für Trauer.
Der Choreograf und Tänzer Hrishikesh Pawar kehrt in die Rolle des Tänzers zurück und präsentiert zwei autobiografische Werke, choreografiert von Akademie-Mitglied Arila Siegert.
Die Komponistin Huihui Cheng entwirft mit zwei Stücken einen performativen Hörraum an der Schnittstelle von Klang, theatralischer Geste und visueller Projektion.
In seinem Konzert für ein Streichquartett entfaltet der Komponist Sinan Samanli Klang als fluide Landschaft und bezieht sich dabei auf Bilder des Wasserfalls beziehungsweise der Kaskade.
Durch ein Netz von Wahrnehmungen, das die vielen Schichten eines Lebens miteinander verbindet, lässt die Schriftstellerin Éléonore de Duve die Welt ihrer Protagonistin Sophia entstehen: ihre Tragödie und dahinter – rückwärtig in der Zeit – die Möglichkeit eines Neuanfangs.
Die ökofeministische Performance der Regisseurin und Choreografin Franziska Wenning und die audiovisuell untermalte Lesung der Schriftstellerin Claudia Durastanti verschmelzen eingeschriebene Geschichten von Körpern und Territorien. In der Dämmerung zwischen Tag und Nacht eröffnen Tanz und Literatur einen Raum, in dem Verbundenheit mit dem Boden, Schwerkraft, magisches Denken und Transzendenz neu erfahrbar werden.
Die Künstlerin und Wissenschaftlerin Sophie Seita aktiviert die grafischen Partituren ihre Installation in der Ausstellungshalle durch eine Performance. Das „Moor“ wird zur Metapher für Tiefe und Durchlässigkeit, die Installation zu einem Spielplatz der Sprache.
Die Lyrikerin Regina Menke liest Texte aus dem Gedichtzyklus Schild und Spiel und Idylle, gekehrte und um-. Die Texte kreisen um Springschwänze, Zahnlücken, die Schwierigkeit, die Pronomen „ich“ und „du“ auseinanderzuhalten und die Frage, ob die Landschaft nicht greifbarer sein müsste.
Die Gedichte aus Nude Imperative von Logan February bewegen sich im Spannungsfeld von Liebe und Hingabe, Disziplin und innerer Zerrissenheit sowie Immanenz und Transzendenz.
Die Profilseiten der Künstler*innen geben Einblicke in ihre Biografien und Projektvorhaben während ihres Stipendiums.
Logan February (Berlin-Stipendium 2025)
Huihui Cheng (Berlin-Stipendium 2024)
Isabel Cruz (Berlin-Stipendium 2023)
Éléonore de Duve (Berlin-Stipendium 2024)
Jug Đorđević (Berlin-Stipendium 2023)
Claudia Durastanti (Berlin-Stipendium 2024)
Regina Menke (Villa-Serpentara-Stipendium 2025)
Hrishikesh Pawar (Berlin-Stipendium 2024)
Sinan Samanli (Berlin-Stipendium 2024)