Vessel & Voyager
13.3. – 10.5.2026

Ausstellung

Künstlerisches Schaffen in Zeiten eskalierender Krisen: 25 internationale Künstler*innen zeigen neue Arbeiten, entwickelt im Rahmen ihrer Stipendien der JUNGEN AKADEMIE.

Marina Naprushkina, Mama, How Much Longer?, 2025 (Filmstill)
Marina Naprushkina, Mama, How Much Longer?, 2025 (Filmstill)
© Marina Naprushkina

Über die Ausstellung

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In der Ausstellung „Vessel & Voyager“ der JUNGEN AKADEMIE, des internationalen und interdisziplinären Stipendienprogramms der Akademie der Künste, präsentieren 25 Künstler*innen im Akademie-Gebäude am Hanseatenweg neue Arbeiten, die sie im Rahmen ihrer Residenzen entwickelt haben. Sie erkunden Spielräume für künstlerisches Schaffen und Handeln in Zeiten vielfältiger und eskalierender Krisen und setzen sich mit den Themen Verlust und Erinnerung, Körper und Heilung, Schutz und Gemeinschaft auseinander. In der Ausstellung sind Fotografien, Drucke, Collagen, Videoarbeiten, Raum- und Klanginstallationen, Skulpturen, Zeichnungen und Assemblagen zu sehen.

Der Titel „Vessel & Voyager“ verweist auf die in künstlerisch-kulturellen und spirituellen Kontexten prominenten Sujets Gefäße (Vessel) und Reisende (Voyager). Die Ausstellung nutzt „Vessel“ in seiner Bedeutung als Behältnis, das verschiedene Erzählungen, Botschaften und Stimmen aufbewahrt, übermittelt und beständig transformiert. „Voyager“ wiederum steht für Reisende, die Verbindungen zwischen Orten, Generationen und Zeiten schaffen. „Vessel & Voyager“ repräsentieren die Wahrnehmung einer verflochtenen, sich verändernden Gegenwart, in der Möglichkeiten der Imagination und Spekulation rund um Trauer, Erneuerung und Widerstand neu verhandelt werden.

Die tiefenzeitlichen Schichten menschlicher Körper werden künstlerisch ergründet. Hunderte Zeichnungen berichten vom Gespräch mit Vorfahr*innen und Bäumen. Eine Installation zeigt die Ambivalenz einer „Welt in Flammen“ zwischen Protest und Zerstörung. Metallskulpturen, die den Kollaps in seiner Bewegung festhalten, biegen sich den Betrachtenden entgegen, während ein Film den Blick in den Himmel als Spiegel und Fenster richtet und uns ein neues Sehen lehrt, was historische Narrative und die ihnen innewohnenden Machtstrukturen anbetrifft. Diese und weitere Arbeiten verbinden die Suche nach Bewusstsein und Sprache und stellen Fragen zu Überlieferung, Verantwortung und Verletzlichkeit als Fundament künstlerischen Schaffens.

Drei Leitfragen laden ein, die Ausstellung zu erkunden: Was ist verloren und was wird nicht erzählt? Wie erinnern wir uns und woraus sind wir gemacht? Was schützen wir und wie verbinden wir uns?

Kuratiert von Clara Herrmann und Linnéa Meiners

Ein Symposium am 17. April diskutiert Fragen zu Kunst, Ökologie und Gender. Am 25. April finden Konzerte, Lesungen und Performances mit Stipendiat*innen statt.

Beteiligte Künstler*innen

Ilit Azoulay, Patrizia Bach, Fanny Brandauer, Eva Dessecker, Anna Dobrova & Yuliia Rusylo / MetaLab, Sarah Doerfel, Marie Clémentine Dusabejambo, Nina Emge, Solomon Garçon, gruppe-aja, Thembinkosi Hlatshwayo, Dominique Hurth, Mehdi Jahan, Khensani Jurczok-de Klerk, René Kemp, Josephine Macken, Marina Naprushkina, Thuy-Han Nguyen-Chi, Hrishikesh Pawar, Sophie Seita, Sara Stevanović, Diána Vonnák, Franziska Wenning, Hana Yoo, Saikal Zhunush

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