Im Blick der Anderen. In the View of Others: Berlin
The International Discourse on European Postwar Modernism
6.–7.11.2026

KonferenzVortragGesprächPerformanceFilm

Die zweitägige Konferenz im Rahmen der Ausstellung „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“ widmet sich mit Vorträgen, Gesprächen, Lecture Performances und einem Filmprogramm der internationalen medialen Rezeption der Nachkriegsmoderne während des Kalten Krieges und beleuchtet die Perspektive aus Ost und West.

Titelbild der Zeitschrift Casabella, im oberen Drittel ein Foto vom Brandenburger Tor mit Schriftzug Berlino, in der Mitte Schriftzug Casabella, im unteren Drittel ein Foto vom Brandenburger Tor, kriegszerstört
Erstes Themenheft zu West- und Ost-Berlin in Italien: Casabella Continuità, 1964, Nr. 288, Titelblatt
  • Standort:Hanseatenweg, Studio
  • RollstuhlgerechtAufzugGenderneutrale Toilette
  • Datum:6.–7.11.2026
  • Preis:7,50 EUR (Ermäßigt: 5 EUR)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
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  • Im Rahmen der Ausstellung „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“

    6.11. 17 Uhr
    Führung durch die Ausstellung mit Anh-Linh Ngo, in englischer Sprache
    Eintritt mit Ausstellungsticket
    € 10/7

    ab 18.30 Uhr
    Vortrag, Gespräch und Filmprogramm mit u. a. Anh-Linh Ngo, Thomas Flierl, Robert K. Huber, Christoph Rauhut, Paul Sigel, Sandra Wagner-Conzelmann, Florian Wüst
    € 7,50/5

    7.11. ab 13 Uhr
    Vorträge, Gespräche und Lecture Performance mit u. a. Laura Bowie, DENEDE (Alex Bykov, Yevheniia Moliar, Monoconda), Nils Exner, Thomas Flierl, Melinda Harlov-Csortán, Robert K. Huber, Aleksandra Podlejska, Paul Sigel, Sandra Wagner-Conzelmann, Éadaoin Weisz Quinn
    € 7,50/5

Die internationale Tagung „Im Blick der Anderen. In the View of Others: Berlin. The International Discourse on European Postwar Modernism“ widmet sich der internationalen medialen Rezeption der Nachkriegsmoderne während des Kalten Krieges – ausgehend von den Berichterstattungen zur Karl-Marx-Allee im ehemaligen Ost-Berlin und den Bauten der Interbau 1957 im ehemaligen West-Berlin.

Zwei Landstraßen treffen aufeinander, zwischen ihnen Felder, im Hintergrund Häuser eines Dorfes, im Vordergrund ein Kreuz mit Christusfigur, daneben eine Stehle mit einer Figur
In the middle of Bukovina
Foto: © Alex Bykov, 2019

Die Architektur- und Stadtgeschichtsschreibung nutzte die politische Blockbildung nach dem Zweiten Weltkrieg meist als wichtigen Bezugsrahmen für die Darstellung der Wiederaufbaudiskussionen der Nachkriegsmoderne. Aus dem Blick geriet dabei die Frage, inwieweit herausgehobene Projekte des Wiederaufbaus auch blockübergreifend rezipiert wurden und inwieweit diese in den berichtenden Ländern zu den jeweiligen Moderne-Diskursen in Architektur und Städtebau beigetragen haben.

Das vom Landesdenkmalamt Berlin seit Februar 2023 und bis Juni 2025 geförderte Forschungsprojekt hat einen umfassenden Überblick der blockübergreifenden Berichterstattung zur Karl-Marx-Allee I und II und der Interbau erstellt. Hierzu wurden für zehn Länder Recherchen durchgeführt. Für den westlichen „Block“ wurden die USA, England, Frankreich, Italien und Dänemark ausgewählt. Für den „Ostblock“ stehen die Länder UdSSR, Polen und Ungarn; die blockfreien und neutralen Staaten vertreten Schweden und Jugoslawien.

Für jedes dieser Länder wurden umfangreiche Recherchen in Fachzeitschriften, Tageszeitungen und zeitgenössischen Publikationen angestellt. Die Beiträge der Tagung stellt die teils sehr überraschenden Ergebnisse der Recherchen vor. Ergänzt werden die wissenschaftlichen Vorträge durch ein von Florian Wüst kuratiertes Filmprogramm und eine Lecture Performance der ukrainischen Gruppe DENEDE.

Ein Projekt der Forschungsgruppe Dr. Sandra Wagner-Conzelmann, Dr. Thomas Flierl, Dr. Paul Sigel, Robert K. Huber in Kooperation mit der Sektion Baukunst der Akademie der Künste

Gefördert und in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung und dem Landesdenkmalamt Berlin