Time to Listen
Multispecies Creativity in Music and Sound
26.6.2026, 13–18 Uhr

Konferenz

Im Kontext des Musik-Parcours „Spreeklänge“ werden in der Konferenz in Präsentationen und offenen Gesprächsformaten verschiedene Ansätze und Praktiken mehr-als-menschlicher Kreativität vorgestellt und diskutiert.

Eine Person zwischen Sträuchern schwingt eine Klangquelle an einer Schnur
Time to Listen 2025
© Stefanie Kulisch

Inmitten der planetaren Krise entstehen weltweit Gemeinschaften, die sich der Pflege und gemeinsamen Gestaltung relationaler Lebensweisen widmen, in denen Gegenseitigkeit, Fürsorge und Respekt im Vordergrund stehen. Sie greifen dabei auf langjährige indigene Praktiken zurück und experimentieren zugleich mit multispeziesbezogener Gerechtigkeit sowie mit Formen von mehr-als-menschlicher Governance.

Die Konferenz „Time to Listen“ geht der Frage nach, welche Rolle Klang in diesem Wandel spielen kann. In Vorträgen, Diskussionen und Performances erkunden wir Wege, das Hören und Musizieren vom Anthropozentrismus zu lösen und in eine ökologisch und klanglich vernetzte Welt zu überführen. Auf dem Spiel steht dabei nicht weniger als die Kreativität selbst: Wenn Beziehung – und nicht das autonome Individuum – zum Ort kreativen Handelns wird, welche neuen Formen geteilter Handlungsmacht, von Gegenseitigkeit und gemeinsamer Hervorbringung werden dann möglich? Und methodisch gefragt: Wie können künstlerische Praktiken, Zuhören und Aufmerken, Rituale, Emotionen, Geschichten, Humor und eine „produktive Eigenart“ jene Irritationen erzeugen, die transformative Öffnungen erlauben?

Das Programm setzt sich zusammen aus Präsentationen von Künstler*innen des Projektes „Spreeklänge“, offenen Gesprächsformaten sowie Sessions, die im Rahmen eines Open Calls ausgewählt wurden.

Mit Camilla Bork & Mathias Hinke, Carlos Gutiérrez & Tatiana López, Echo Ho, Masimba Hwati, Liza Lim, Dugal McKinnon, Kate Milligan, Kosmas Phan Ðinh & Michal Mitro, Radio Otherwise, Nardi Simpson, Kristine Tjøgersen, u. a.

„Time to Listen“ ist eine Konferenzreihe, die die Akademie der Künste und field notes / inm seit 2019 zu aktuellen Diskursen der zeitgenössischen Musik gemeinsam veranstalten. Die diesjährige Ausgabe ist Teil des Projektes „Spreeklänge“ der Akademie der Künste, einem Parcours zeitgenössischer Musik entlang des Flusses Spree in Charlottenburg (25.–27.6.). Sie entsteht in Zusammenarbeit mit der Komponistin und Wissenschaftlerin Liza Lim, die das musikbasierte mehrjährige Forschungsprojekt „Multispecies Creativity and Climate Communication“ (2025–2029) an der Universität Sidney leitet.