Kunst und Solidarität – Eine Matinee mit Maria Kalesnikava
21.6.2026, 11–14 Uhr

GesprächMusik

Gespräch mit Maria Kalesnikava, Christine Fischer, Tatsiana Khomich und Kai Ohrem, moderiert von Johanna M. Keller, sowie musikalische Interventionen mit den Musiker*innen Katsia Kaya, Grigory Kharanenko und Jana Ščarbakowa

Eine Frau mit Kurzhaarfrisur, weißer Bluse und schwarzer Jeans neben einem Bücherregal stehend. Vor ihr ein Tisch mit Büchern darauf.
Maria Kalesnikava
Foto: © Pasha Kritchko

Freiheit – nicht nur die der Kunst – ist ein Gradmesser demokratischer Gesellschaften. Was ihr Verlust bedeutet, davon legt Maria Kalesnikava Zeugnis ab. Im Jahr 2020 wurde die belarusische Musikerin, Kulturmanagerin und politische Oppositionelle wegen ihres bürgerrechtlichen Engagements und Widerstandes gegen den langjährigen Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus inhaftiert. Fünf Jahre verbrachte sie in Gefangenschaft, davon lange Zeit in Isolation. Dank internationalen Drucks und Verhandlungen, erfolgte ihre überraschende Freilassung im Dezember 2025. Seitdem erhebt sie ihre Stimme für all jene Künstler*innen, die unter Repression, politischer Verfolgung und Berufsverbot leiden. Eindringlich wirbt sie für Menschlichkeit, Zusammenhalt und gesellschaftliche Verantwortung.

Gemeinsam mit ihren langjährigen Unterstützer*innen Christine Fischer, Tatsiana Khomich und Kai Ohrem spricht Maria Kalesnikava im Rahmen einer Matinee über die Rolle von Kunst und Kultur in demokratischen Gesellschaften, ihren Einsatz für ein freies Belarus und die Kraft solidarischer Unterstützung – auch über Ländergrenzen hinweg.

Musikalisch begleitet wird das Gespräch von den belarusischen Musiker*innen Katsia Kaya, Grigory Kharanenko und Jana Ščarbakowa, die Maria Kalesnikava auch während ihrer Haft solidarisch verbunden blieben.