Sonderöffnung der Ausstellung „Vessel & Voyager“
25.5.2026, 11–19 Uhr

Ausstellung

Am Pfingstmontag, den 25. Mai 2026, öffnet die Akademie der Künste die Ausstellung „Vessel & Voyager“ exklusiv bei freiem Eintritt für ehrenamtlich engagierte Menschen und alle Interessierten.

  • Standort:Hanseatenweg
  • Datum:25.5.2026
  • Uhrzeit:11–19 Uhr
  • Sprachen: Englisch, Deutsch
  • Termin speichern
  • 11–19 Uhr
    Eintritt frei

    Queere Führung mit Drag Queen Cali Harburg
    15 Uhr in deutscher Sprache
    17 Uhr in englischer Sprache
    Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Hana Yoo, Soft Ashes Still Burn, 2026
Hana Yoo, Soft Ashes Still Burn, 2026
Foto: © Joanna Wilk

Vielfalt feiern & Engagement sichtbar machen

Im Rahmen des bundesweiten Ehrentags zum Geburtstag des Grundgesetzes beteiligt sich die Akademie der Künste mit einem besonderen Angebot an den Aktionstagen im Mai 2026. Gemeinsam mit dem Berliner Queer History Month möchten wir Vielfalt, gesellschaftliches Engagement und queere Sichtbarkeit feiern.

Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Viele queere Communities, Initiativen und Support-Strukturen werden seit Jahrzehnten durch ehrenamtliches Engagement getragen – oft unsichtbar, aber mit großer gesellschaftlicher Bedeutung. Diesen Einsatz möchten wir an diesem Tag würdigen und sichtbar machen.

Deshalb lädt die Akademie der Künste am Pfingstmontag, den 25. Mai 2026, alle ehrenamtlich engagierten Menschen – und alle Interessierten – zu freiem Eintritt in die Ausstellung „Vessel & Voyager“ ein.

Queere Führung mit Drag Queen Cali Harburg

Als besonderes Programm bieten wir zwei queere Drag-Führungen mit Cali Harburg durch die Ausstellung an: um 15 Uhr in deutscher Sprache, um 17 Uhr in englischer Sprache. Die Rundgänge laden dazu ein, die Ausstellung aus queeren Perspektiven zu betrachten und gemeinsam über Diversität, Sichtbarkeit und gesellschaftliches Miteinander ins Gespräch zu kommen – offen, humorvoll und mit Freude an unterschiedlichen Lebensrealitäten.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Über die Ausstellung

In der Ausstellung „Vessel & Voyager“ der JUNGEN AKADEMIE, des internationalen und interdisziplinären Stipendienprogramms der Akademie der Künste, präsentieren 25 Künstler*innen im Akademie-Gebäude am Hanseatenweg neue Arbeiten, die sie im Rahmen ihrer Residenzen entwickelt haben. Sie erkunden Spielräume für künstlerisches Schaffen und Handeln in Zeiten vielfältiger und eskalierender Krisen und setzen sich mit den Themen Verlust und Erinnerung, Körper und Heilung, Schutz und Gemeinschaft auseinander. In der Ausstellung sind Fotografien, Drucke, Collagen, Videoarbeiten, Raum- und Klanginstallationen, Skulpturen, Zeichnungen und Assemblagen zu sehen.

Der Titel „Vessel & Voyager“ verweist auf die in künstlerisch-kulturellen und spirituellen Kontexten prominenten Sujets Gefäße (Vessel) und Reisende (Voyager). Die Ausstellung nutzt „Vessel“ in seiner Bedeutung als Behältnis, das verschiedene Erzählungen, Botschaften und Stimmen aufbewahrt, übermittelt und beständig transformiert. „Voyager“ wiederum steht für Reisende, die Verbindungen zwischen Orten, Generationen und Zeiten schaffen. „Vessel & Voyager“ repräsentieren die Wahrnehmung einer verflochtenen, sich verändernden Gegenwart, in der Möglichkeiten der Imagination und Spekulation rund um Trauer, Erneuerung und Widerstand neu verhandelt werden.

Die tiefenzeitlichen Schichten menschlicher Körper werden künstlerisch ergründet. Hunderte Zeichnungen berichten vom Gespräch mit Vorfahr*innen und Bäumen. Eine Installation zeigt die Ambivalenz einer „Welt in Flammen“ zwischen Protest und Zerstörung. Metallskulpturen, die den Kollaps in seiner Bewegung festhalten, biegen sich den Betrachtenden entgegen, während ein Film den Blick in den Himmel als Spiegel und Fenster richtet und uns ein neues Sehen lehrt, was historische Narrative und die ihnen innewohnenden Machtstrukturen anbetrifft. Diese und weitere Arbeiten verbinden die Suche nach Bewusstsein und Sprache und stellen Fragen zu Überlieferung, Verantwortung und Verletzlichkeit als Fundament künstlerischen Schaffens.