Performing Neighbourhood
3.5.2026, 15–18 Uhr

LesungMusikPerformance

Im Kontext der Ausstellung „Vessel & Voyager“ der JUNGEN AKADEMIE und in Kooperation mit GROTTO werden die Akademie der Künste und das Hansaviertel zum aktiven Bezugspunkt eines performativen Parcours.

Mit Charlie Casanova, hn. lyonga, Xavier Robles de Medina, Yuko Kaseki

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Gestützter Baum im Hansaviertel
Gestützter Baum im Hansaviertel
© Leonie Herweg & Maria Helena Nerhus

Die Motive der Ausstellung „Gefäß“ und „Reisende*r“ eröffnen dabei eine doppelte Perspektive: Architektur, Körper und Sprache erscheinen als Träger von Erinnerung und Bewegung. Das Viertel wird nicht als Kulisse verstanden, sondern als vielschichtiger Speicher von Modernitätsversprechen, Brüchen und gelebten Gegenwarten. Die Performances untersuchen, wie sich Geschichte, Migration und soziale Beziehungen in Gebäude, Wege und Körper einschreiben und wie Nachbarschaft als fragile, zugleich widerständige Form von Gemeinschaft immer wieder neu hergestellt wird.

„Performing Neighbourhood“ knüpft damit an zentrale Themen von „Vessel & Voyager“ an: Verlust und Erinnerung, Körper und Heilung, Schutz und Gemeinschaft. Zwischen Ausstellung und Stadtraum entsteht ein Dialog, in dem das Motiv des Gefäßes nicht nur als Objekt, sondern als soziale und poetische Struktur lesbar wird – als etwas, das trägt, verbindet und Bewegung ermöglicht.

Xavier Robles de Medina initiiert einen öffentlichen Lesekreis, der mit dem Lesen als gemeinschaftlicher Praxis experimentiert. Yuko Kasekis choreografisches Werk setzt sich mittels Performance mit der Architektur des Hansaviertels auseinander und greift dabei auf Butoh und Improvisation zurück. hn. lyonga verbindet in seiner Praxis Schreiben und Geschichtenerzählen als lebendige Formen der Nachbarschaft und setzt sich dabei mit Fragen der Migration, der Diaspora und kolonialer Kontinuitäten auseinander. Für das Performance-Programm reaktiviert er die kollektive Performance „There is a Table in this House“. Charlie Casanova verwebt klassisches Klavierspiel mit visuellen und narrativen Elementen zu einer Performance im Salon der Akademie der Künste.

GROTTO ist ein unabhängiger Kunstraum im Berliner Hansaviertel, der Nachbarschaft nicht nur als geografische Gegebenheit, sondern als kuratorische Praxis versteht.