Every Artist Must Take Sides – Resonanzen von Eslanda und Paul Robeson
Finissage
25.1.2026, 11–19 Uhr

AbschlussAusstellung

Finissage der Ausstellung mit Listening Sessions und Kuratorinnenführung

  • Standort:Hanseatenweg
  • Datum:25.1.2026
  • Uhrzeit:11–19 Uhr
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
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  • Ausstellungsticket
    € 10/7

    Führung
    € 5 zzgl. Ausstellungsticket

Programm

12 Uhr
Listening Session mit Kirsten Reese im Gespräch mit Marcus Gammel

Zur Hörcollage mit Archivmaterial von Kirsten Reese, There Has Been A World Where There Is No Difference On The Ground of Color, That’s Right, 2025

Eingeladen wird zum gemeinsamen Hören der einstündigen Hörcollage der Berliner Komponistin und Klangkünstlerin Kirsten Reese, Mitglied der Sektion Musik der Akademie der Künste, sowie zu einem anschließenden Gespräch über die in der Arbeit aufgeworfenen Fragen zur Rezeption von Paul und Eslanda Robeson in der DDR und zur dokumentarisch-künstlerischen Form der Hörcollage.

Die Hörcollage untersucht das Wirken der Robesons im Kontext der DDR sowie ihre Beziehung zur Akademie der Künste (Ost) im Zusammenspiel von Utopie und Ideologie. Im Mittelpunkt stehen die Stimmen von Paul und Eslanda Robeson sowie weiterer Zeitgenoss*innen aus Reden, Moderationen, Tonbandbriefen oder Radiosendungen. Wir hören Robeson über die Jahre hinweg: mal warm und einfühlsam, mal kämpferisch, zornig und zart, kraftvoll oder gebrochen. Auch die klanglichen Artefakte der Speichermedien erhalten einen eigenen künstlerischen Ausdruck. Durch das ästhetische Aufeinandertreffen von Archivmaterial spürt Reese Verbindungen und Widersprüchen in den klanglichen Zeugnissen nach und erkundet, wie sich diese für gegenwärtige Verständnisse öffnen und aktualisieren lassen.

14 Uhr
Kuratorinnenführung mit Lina Brion und Anujah Fernando

16 Uhr
Listening Session mit MALONDA im Gespräch mit Vincent Bababoutilabo

Paul Robeson machte Schwarze amerikanische Folk Songs und Spirituals wie „Swing Low, Sweet Chariot“ oder „Water Boy“ in den 1920er-Jahren populär und brachte sie erstmals vor ein gemischtes Publikum auf große Bühnen. Sein Repertoire umfasste bis in die 1960er-Jahre hinein auch Arbeiter- und Volkslieder aus der ganzen Welt, die er in bis zu zwanzig Sprachen singen konnte. In Ostdeutschland gehörte seine Musik noch lange in viele Plattensammlungen, während er in Westdeutschland schnell in Vergessenheit geriet.

Als Musiker*innen und Aktivist*innen begegnen MALONDA und Vincent Bababoutilabo Paul Robesons musikalischer Praxis, die er selbst stets auch als politische Praxis verstand. Im gemeinsamen Zuhören und im Gespräch erkunden sie Robesons Lieder und ihren Widerhall – sowohl in der Musikgeschichte als auch im Hinblick auf heutige aktivistische Potenziale von Musik – und reflektieren dabei ebenso Robesons Rolle für Schwarze Geschichte in Deutschland.

Ausstellung: 14.11.2025 – 25.1.2026

„Every Artist Must Take Sides – Resonanzen von Eslanda und Paul Robeson“ ist ein Projekt der Akademie der Künste in Kooperation mit dem Centre for Humanities Research at the University of the Western Cape, Kapstadt, und dem Haus für Poesie, Berlin.

In Kooperation mit

Radiokompositionen in Ko-Produktion mit

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Medienpartner