
Raphaëlle Aoun
Die in Deutschland lebende libanesische Komponistin Raphaëlle Aoun erhält den Busoni-Kompositionspreis Förderpreis 2026.
Raphaëlle Aoun beeindruckte die Jury, bestehend aus den Akademie-Mitgliedern Christopher Fox, Anna Korsun und Annette Schlünz, mit der klanglichen Raffinesse ihrer Musik, in Stücken wie dem großen Ensemblewerk grey olive tree (2025) und der Kammermusikkomposition the scent of cents (2025). In Raphaëlle Aouns Werk stehen die sinnlichen und abstrakten Dimensionen der Musik in ständigem Dialog, wobei ihr klanglicher „Duft“ durch den Einsatz der reinen Stimmung erzielt wird.
Raphaëlle Aoun, geboren 2004, lebt in Berlin. Ihre Werke wurden von renommierten Ensembles und Solisten aufgeführt, darunter das Ensemble Modern, das Ensemble Musikfabrik, das Ensemble LUX:NM, das MotoContrario Ensemble, die United Instruments of Lucilin, das Art Percussion Ensemble, das Celloduo Abele-Manaev, das Duo Tocar, Matthias Bauer und Michael Vogt.
Sie wurde für die Teilnahme an Festivals und Residenzen ausgewählt, darunter das Klangwerkstatt Festival Berlin, das Mixtur Festival, das Rainy Days Festival, die Akademie Kontemporär Hamburg, das Young Composers Meeting 2026 und das Residenzprogramm Precept.Concept.Percept. XIII. Raphaëlle wurde beim II. Internationalen Wettbewerb „Randspiele“ in Zepernick und bei „Jugend komponiert Deutschland“ ausgezeichnet.
Seit Oktober 2024 absolviert sie ein Bachelorstudium im Fach Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, nachdem sie zuvor bei dem Komponisten Helmut Zapf studiert hatte. Sie vertiefte ihre Kenntnisse bei renommierten Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Marc Sabat, Carola Bauckholt, Milica Djordjević, Gordon Kampe, Oscar Bianchi, Arnulf Herrmann und anderen.