
Njabulo Phungula
Den Busoni-Kompositionspreis 2026 erhält der junge südafrikanische Komponist Njabulo Phungula.
Njabulo Phungula überzeugt die Jury, bestehend aus den Akademie-Mitgliedern Christopher Fox, Anna Korsun und Annette Schlünz, mit seiner musikalischen Sprache, die sich durch Sensibilität und künstlerische Tiefe auszeichnet. In seinen Werken offenbart sich eine Aufmerksamkeit für feinste klangliche Details. Man fühlt, dass jeder Klang mit Sorgfalt gesetzt wurde und jeder Übergang bewusst geformt. Diese Arbeit im Mikroskopischen trägt zur Entstehung eines lebendigen, atmenden musikalischen Organismus bei. Was seine Arbeit außerdem auszeichnet – so die Jury weiter – ist die Fähigkeit, Komplexität und Unmittelbarkeit zu verbinden. Phungulas Musik spricht durch Präsenz, Konzentration und innere Spannung. Sie lädt zum Hören ein, öffnet Räume der Wahrnehmung und schafft eine intensive Beziehung zwischen Klang, Zeit und Zuhören.
Njabulo Phungula, geboren 1993, ist ein Komponist aus Durban, Südafrika. Seine Werke wurden in Südafrika, den USA und in ganz Europa aufgeführt, unter anderem vom Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche, dem International Contemporary Ensemble, dem Kompass Ensemble, Yarn/Wire, dem JACK Quartet, dem Odeion String Quartet, PULSE, dem Mizar Trio sowie von Christine Chapman, Marco Blaauw, Bronwen Clacherty, Stephanie Lamprea, Midori Samson und Naomi Sullivan.
Zusammen mit Brydon Bolton komponierte er zudem die Musik für Louis Coetzers Stück AUTOPLAY für das Darkroom Contemporary Dance Theatre. Er erhielt Aufträge und Stipendien von NewMusicSA, dem New Music Forum in Stellenbosch, dem JACK Studio, impuls und dem Goethe-Institut; seine Werke wurden auf Festivals wie dem Unyazi Music Festival „Infrastructures“, dem SASRIM Composers’ Meeting „Deep Time“, den ISCM World New Music Days, bei impuls, den Cortona Sessions, Wien Modern sowie im Rahmen des Programms „Always, Already There“ am HKW in Berlin aufgeführt.
Er war JACK Studio Artist (2020–22), Stipendiat des Programms „Postcolonial Recherche“ (2021–22) und ist derzeit Teilnehmer am LamnthLab (2025/26). Er wurde zum Preisträger des impuls-Komponistenwettbewerbs 2025 ernannt und erhielt 2023 den Henri-Lazarof-Preis.