sample&hold #11: Stefan Keller & Paul Purgas
25.11.2026, 20 Uhr

KonzertGespräch

In dieser Ausgabe präsentiert Paul Purgas neben einem eigenen Werk die spektakuläre Entdeckung elektronischer Musik aus dem Indien der frühen 1970er-Jahre. Stefan Keller (Tabla, Elektronik) führt mit Andreas Fischer (Bass) sein Werk Persona auf.

  • Standort:Pariser Platz, Black Box
  • AufzugRollstuhlgerechtGenderneutrale ToiletteFür Blinde, Sehbehinderte und Sehende
  • Datum:25.11.2026
  • Uhrzeit:20 Uhr
  • Preis:10 EUR (Ermäßigt: 7 EUR)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
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Zwei Komponisten im Studio für elektronische Musik des National Institute of Design in Ahmedabad
Zwei Komponisten im Studio für elektronische Musik des National Institute of Design in Ahmedabad
© National Institute of Design in Ahmedabad

2017 entdeckte Paul Purgas im National Institute for Design in Ahmedabad eine Sammlung früher indischer elektronischer Musik: Die „NID Tapes“. Die zwischen 1969 und 1972 entstandene Zusammenstellung dokumentiert elektronische Werke der bis dato unbekannten indischen Komponist*innen Gita Sarabhai, I.S. Mathur, Atul Desai, S.C. Shama und Jinraj Joshipura. Sie waren am ersten Studio für elektronische Musik des Landes tätig, das in den frühen Jahren nach der indischen Unabhängigkeit am NID gegründet worden war – einer Zeit visionärer Experimente und künstlerischen Freigeists.

Zusammen mit den Gästen sprechen wir über die Ausprägungen elektronischer Musik in anderen kulturellen Kontexten und wiederum deren Einfluss auf zeitgenössische Komposition.

Zu den Künstlern

Paul Purgas ist ein in Großbritannien lebender Künstler und Musiker, der sich mit Klang, Performance und Installation beschäftigt. In seiner Arbeit untersucht er die miteinander verwobenen Geschichten von Design, Musik und spiritueller Philosophie, wobei sein Schwerpunkt auf dem kulturellen Austausch zwischen östlicher und westlicher Moderne liegt. Paul Purgas hat mehrere Dokumentarsendungen für BBC Radio produziert, darunter „Electronic India“ (2020) und „Krishnamurti in England“ (2023), und ist Herausgeber des Essaybands Subcontinental Synthesis (Strange Attractor/MIT Press 2024). Zu seinen jüngsten Multimedia-Ausstellungen zählen „In the Temple of the Earth“ (Southwark Park Galleries, 2024) und „We Found Our Own Reality“ (CTM/Transmediale 2023). Er wird von der Niru Ratnam Gallery in London vertreten.

Stefan Keller wurde 1974 in Zürich geboren. Von 1995 bis 2002 studierte er Oboe in Zürich, von 2002 bis 2007 Komposition sowie Musiktheorie und elektroakustische Musik an der HfM Hanns Eisler in Berlin, 2019 erfolgte eine Promotion in Vergleichender Musikwissenschaft an der FU Berlin. Von 2006 bis 2016 und erneut seit 2020 unterrichtet Stefan Keller an der HfM Hanns Eisler Berlin. Zu den Interpreten seiner Werke zählen unter anderem: Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain, Ictus Ensemble, KNM Berlin, Zafraan Ensemble, Ensemble Mosaik, Ensemble ascolta und Neue Vocalsolisten Stuttgart. Seit einem ersten Indienaufenthalt im Frühjahr 2005 beschäftigt sich Stefan Keller mit der nordindischen klassischen Musik und erlernt er das Tablaspiel. 2012 und 2013 erhielt er ein Jahresstipendium des DAAD für einen Studienaufenthalt im Mumbai.