Guter einziger König Tschibok
Liebesbriefe von Anna Seghers an László Radványi
5.11.2026, 18 Uhr

Lesung

Literarischer Salon im Anna-Seghers-Museum

Jutta Hoffmann liest aus den Liebesbriefen der jungen Anna Seghers an ihren späteren Ehemann László Radványi

Die junge Anna Seghers, 1926
Die junge Anna Seghers, 1926
© Akademie der Künste, Berlin, Anna-Seghers-Archiv

„Ich wurde von Grund auf verändert, das andre erschien mir gering daneben.“

Brief vom 1. März 1925, aus: Anna Seghers: Ich will Wirklichkeit. Liebesbriefe an Rodi 1921–1925, Berlin: Aufbau Verlage 2025

Jutta Hoffmann
Jutta Hoffmann
© Fotograf: Joachim Gern

Als Anna Seghers’ Enkel Jean Radványi Familienunterlagen sortierte, stieß er auf etwas völlig Unerwartetes: über 400 Briefe, die seine Großmutter Netty Reiling, die sich als Schriftstellerin Anna Seghers nannte, an ihren späteren Mann László Radványi geschrieben hat.

Diese Liebesbriefe erzählen von tiefer Zuneigung, Zweifeln und einem künstlerischen Erwachen. Sie zeigen eine junge Frau im Kampf gegen gesellschaftliche Konventionen und gegen die Ablehnung ihrer Verbindung mit dem ungarischen Studenten und Kommunisten durch ihre Familie. Und sie zeigen, wie die junge Seghers ihren Willen mit Humor und List in der Kunst und in der Liebe durchsetzt. Sie machen die Stimme einer jungen Frau voller Leidenschaft und großer Hoffnungen hörbar.

Jutta Hoffmann lässt die emotionale wie literarische Fülle dieser erst 2025 veröffentlichen Briefe lebendig werden. Ein Abend über den Mut zu lieben – und den Mut zu schreiben.

Eingerichtet und gelesen von Jutta Hoffmann