Original gelesen – Das Archiv des Berliner Ensembles live
8.10.2026, 19 Uhr

ArchivPräsentationLesung

In einer szenischen Lesung von Mitgliedern des Berliner Ensembles werden herausragende Inszenierungen lebendig. Grundlage sind die reichhaltigen Quellen aus dem Theaterarchiv.

Helene Weigel als Mutter Courage, mit Bertolt Brecht im Gespräch
Helene Weigel und Bertolt Brecht bei Proben zu Brechts Mutter Courage und ihre Kinder, 1951, Akademie der Künste, Berlin, Bertolt-Brecht-Archiv
Foto: Hainer Hill © Akademie der Künste, Berlin

Was einmal über die Bretter ging, geht nie ganz verloren. Denn das Theater, flüchtigste aller Künste, lebt in den Archiven weiter. Die bahnbrechenden Experimente auf der Bühne Bertolt Brechts wurden mit allen verfügbaren Mitteln festgehalten: auf Filmrollen und Fotografien, aber auch in Probenbüchern, Abendberichten, Kommentaren und Kritiken findet man die Spuren intensiver, schöpferischer Theaterpraxis, vom Manuskript über die Probenarbeit bis zur Nachbereitung jeder einzelnen Aufführung.

Anhand dieser Schätze erwecken Constanze Becker und Gabriel Schneider, Mitglieder des heutigen Berliner Ensembles, große Inszenierungen aus dessen Vergangenheit, von Mutter Courage (1949) bis Hauptmann von Köpenick (1989), wieder zum Leben.

Die szenische Lesung basiert auf den „Logbüchern“ des Berliner Ensembles, die alle Vorstellungen und Proben des Theaters dokumentieren. Dank des vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) getragenen Sonderprogramms zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts konnten diese besonderen Quellen zur Theatergeschichte konservatorisch gesichert werden.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), im Rahmen der 3. KEK-Jahrestagung