Konstellation 1926
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13.10.2026, 19 Uhr

LesungGespräch

Sechs Mitglieder der heutigen Sektion Literatur lesen Texte ehemaliger Mitglieder aus der Zeit zwischen 1926 und 1933 und diskutieren über die damaligen Akteure.

Mit Friedrich Dieckmann, Durs Grünbein, Kerstin Hensel, Michael Krüger, Katja Lange-Müller und Gustav Seibt

Sektion für Dichtkunst, Sitzung, 1929: Alfred Döblin, Thomas Mann, Ricarda Huch, Bernhard Kellermann, Hermann Stehr, Alfred Mombert, Eduard Stücken (v.l.n.r.)
Sitzung der Sektion für Dichtkunst, 1929: Alfred Döblin, Thomas Mann, Ricarda Huch, Bernhard Kellermann, Hermann Stehr, Alfred Mombert, Eduard Stucken (v.l.n.r.)
Gemeinfrei

1926 wurde die Sektion für Dichtkunst an der Akademie der Künste gegründet. In der Personenkonstellation dieses Jahres zeichnet sich bereits das wenige Jahre später eintretende katastrophale Ende der Weimarer Republik ab. Neben Autor*innen, an die sich anknüpfen lässt, wie Thomas und Heinrich Mann, Alfred Döblin und Ricarda Huch, finden sich etliche Vergessene und andere, die entweder nationalkonservativ, republikfeindlich oder sogar direkt nationalsozialistisch waren. Juden und Antisemiten saßen nebeneinander. Ästhetische und politische Modernität überkreuzten sich. Der Bruch von 1933 war personell schon 1926 angelegt.

100 Jahre nach der Gründung gibt es nichts zu feiern, aber doch an einen historischen Moment zu erinnern. Sechs Mitglieder der heutigen Sektion Literatur, Friedrich Dieckmann, Durs Grünbein, Kerstin Hensel, Michael Krüger, Katja Lange-Müller und Gustav Seibt, lesen die Texte ehemaliger Mitglieder aus der Zeit zwischen 1926 und 1933 und diskutieren über die zweideutigen und widersprüchlichen Absichten und Einsichten der damaligen Akteure.