17. Berliner Hörspielfestival der freien Szene
17.–20.9.2026

FestivalAudioSound

Mit Wettbewerben um die „Brennenden Mikros“, Preisverleihungen, Diskussionen, Workshops, Audiowalks, Installationen und Live Acts

Live-Act Getöse mit Schorsch Kamerun und Masha Qrella
Live-Act Getöse mit Schorsch Kamerun und Masha Qrella
© Diana Näcke

Wir leben im roten Bereich. Die Aussteuerungsbalken kleben am Anschlag. Die Übersteuerung ist kein Fehler mehr, sondern ein Dauerzustand – einer der Deregulierung. Das Hörspiel ist der ideale Ort, der Übersteuerung etwas entgegen- oder draufzusetzen. Hier darf die Stimme kippen, die Zeit sich dehnen oder verdichten. Hier ist Platz für die Überlagerung, die Rückkopplung, das Unkontrollierbare. Das Hörspiel übersteuert die Realität, indem es sie neu mischt. Es dreht an der Wahrnehmung, bis etwas aufbricht.

Das 17. Berliner Hörspielfestival der freien Szene geht in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in diversen Räumen den Klängen nach, bringt sie zu Gehör. In ihren Live-Auftritten werden Marc Matter, Ute Wassermann und Joke Lanz, Schorsch Kamerun und Masha Qrella zusammen mit Absolvent*innen des Studiengangs Sound Studies and Sonic Arts der Universität der Künste Berlin Hörspiele verräumlichen und auf die Bühne bringen.

Im Zentrum des Festivals stehen wieder die Wettbewerbe um die Jury-, Publikums- und Förderpreise, die „Brennenden Mikros“ für unabhängig produzierte Hörspiele, Dokus und Klangkunst, sowie die Talks mit den Schöpfer*innen. In dem reichen Begleitprogramm gibt es weiterhin Installationen, Interventionen, Workshops sowie die Verleihung des Audiowalk-Awards 2026.

Das Berliner Hörspielfestival findet in Kooperation mit der Akademie der Künste statt und wird mit Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.