Wem gehört die Welt? Der Film Kuhle Wampe
20.6.2026, 15 Uhr

FilmMusikGesprächPräsentation

Screening von Slatan Dudows Klassiker des proletarischen Films und Gespräch über Heartfield und die 1930er-Jahre

Regisseur Slatan Dudow und Kameramann Günther Krampf bei den Dreharbeiten zum Film Kuhle Wampe am Berliner Müggelsee im Sommer 1931
Regisseur Slatan Dudow und Kameramann Günther Krampf bei den Dreharbeiten zum Film Kuhle Wampe am Berliner Müggelsee im Sommer 1931
Foto: unbekannt

Slatan Dudows Film Kuhle Wampe, an dem auch Bertolt Brecht als Drehbuchautor mitwirkte, schrieb in vieler Hinsicht Geschichte. Im Mittelpunkt des Films steht die Arbeiterfamilie Bönicke, die während der Weltwirtschaftskrise aus ihrer Wohnung vertrieben wird und in die Gartenkolonie „Kuhle Wampe“ im Osten Berlins zieht. Der Film entstand unter enormem politischen und finanziellen Druck und feierte in der Endphase der Weimarer Republik Premiere. Von den Nationalsozialisten wurde er prompt verboten.

Heute gilt Kuhle Wampe als Meilenstein des politischen Kinos. Neben Hertha Thiele und Ernst Busch, der hier eine erste große Filmrolle einnahm, wirkten Tausende Arbeitersportler mit – die Musik steuerte Hanns Eisler bei. Dem Screening einer Kurzfassung folgt anhand von Dokumenten, Film und Musik ein Gespräch über John Heartfield, die 1930er-Jahre, Widerstand und Organisation.