Von Kindheitslandschaften, Bäumen und Gärten
Ein Abend mit Lutz Seiler
27.6.2026, 19:30 Uhr

LesungGespräch

Der Dichter Lutz Seiler und Matthias Weichelt, Chefredakteur von SINN UND FORM, sprechen darüber, wie die Klänge und Farben der Natur zu Poesie werden und welche Wege in die Landschaften der Kindheit zurückführen.

Lutz Seiler
Lutz Seiler
© Jürgen Bauer / Suhrkamp Verlag

Für den Dichter Lutz Seiler ist das Rauschen der Bäume eine eigene Sprache, die Gedichte sind Möglichkeiten, sie zu verstehen: „es ist ein baum/ & wo ein baum so frei steht/ muß er sprechen“. An seinem Arbeitsort im märkischen Wilhelmshorst beginnt der Tag mit Spaziergängen im Garten, im Schutz der hohen Bäume, im Kieferngewölbe. Das Hinaustreten in die Natur schärft die Sinne für die innere und äußere Schönheit, öffnet das Bewusstsein für die Substanz der Dinge.

Auch in seinen Romanen Kruso und Stern 111, mit denen Lutz Seiler den Deutschen Buchpreis und den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat, sind Landschaften Erinnerungsräume, in denen Geschichtliches verborgen ist, in denen Verschüttetes und Vergrabenes zum Vorschein kommt.

Im Gespräch mit Matthias Weichelt, Chefredakteur der von der Akademie der Künste herausgegebenen Literaturzeitschrift SINN UND FORM, wird es darum gehen, wie die Klänge und Farben der Natur zu Poesie werden und welche Wege in die Landschaften der Kindheit zurückführen.