Neues von der Blechtrommel – Ein verschollenes Manuskript von Günter Grass
7.5.2026, 19 Uhr

ArchivPräsentationGesprächLesung

Eine spektakuläre Wiederentdeckung: Präsentation bisher unbekannter Teile des Manuskripts der Blechtrommel

Mit Frank Druffner und Werner Heegewaldt (Begrüßung), Gabriele Radecke, John Reddick und Dieter Stolz (Gespräch), Ulrich Matthes (Lesung)

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Blechtrommel aus Volker Schlöndorffs Verfilmung (1979) des Romans <em>Die Blechtrommel</em> von Günter Grass (1959)
Blechtrommel aus Volker Schlöndorffs Verfilmung (1979) des Romans Die Blechtrommel von Günter Grass (1959)
© Akademie der Künste / Foto: Roman März

Die Blechtrommel gehört bis heute zu den umstrittensten Meisterwerken der Erzählkunst. Der Inhalt ist unverändert aktuell. Oskar Matzerath trommelt darin lautstark gegen Dummheit, Opportunismus, Lügen und Nazismus. Mit seinem ersten Roman sorgte der bis dahin weitgehend unbekannte Autor Günter Grass 1959 für Furore und löste einen politischen Skandal aus. 40 Jahre später wird er mit dem Nobelpreis geehrt und das Werk als „Wiedergeburt des deutschen Romans im 20. Jahrhundert“ gewürdigt.

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Veröffentlichung wurden unbekannte Teile des Manuskripts entdeckt, die das Archiv der Akademie der Künste mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder erwerben konnte. Über die spektakuläre Wiederentdeckung und über die gleichermaßen verwickelte wie spannende Entstehungsgeschichte des Romans sprechen die Literaturwissenschaftler*innen Gabriele Radecke, John Reddick und Dieter Stolz. Ulrich Matthes liest aus dem Jahrhundertroman. Eine Vitrinenpräsentation stellt das Manuskript vor.