Internationaler Museumstag im Brecht-Weigel-Museum
17.5.2026, 11–18 Uhr

Führung

Aus Anlass des Aktionstages eröffnen kostenfreie Führungen durch die original erhaltenen Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel die Theaterarbeit des Künstlerpaares mit dem Berliner Ensemble.

  • Standort:Brecht-Weigel-Museum, Berlin
  • Datum:17.5.2026
  • Uhrzeit:11–18 Uhr
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Termin speichern
  • Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

    Führungen halbstündlich von 11 bis 18 Uhr

    Eintritt frei, begrenzte Teilnehmer*innenzahl

    Zeitkarten vor Ort erhältlich

Helene Weigel und Bertolt Brecht, 1936
Helene Weigel und Bertolt Brecht, 1936
© Akademie der Künste / Foto: Mordecai Gorelik

„Wir waren nicht das, was sie wollten, aber sie wollten auch nicht verlieren, was sie mit uns hatten.“

Helene Weigel

Die Nähe zum Theater

An seinen Verleger Peter Suhrkamp schrieb Brecht kurz nach dem Einzug in das Hinterhaus der Chausseestraße 125: „Es ist wirklich ratsam, in Häusern und mit Möbeln zu wohnen, die zumindest 120 Jahre alt sind, also in früherer kapitalistischer Umgebung, bis man eine spätere sozialistische haben wird.“

Bertolt Brecht lebte in seiner Wohnung in der ersten Etage von Oktober 1953 bis zu seinem Tod am 14. August 1956. Ihn hatten vor allem die Nähe zum Berliner Ensemble, zur Akademie der Künste und die historischen Friedhöfe nebenan bewogen, die Wohnung zu beziehen. Sie bot ihm ausreichend Platz für seine Arbeit – die unverzichtbaren großen Tische, Gespräche und seine Bibliothek.

Helene Weigel bewohnte zu Brechts Lebzeiten Räume in der zweiten Etage, die sie nach Brechts Tod dem von ihr gegründeten Bertolt-Brecht-Archiv zur Verfügung stellte. Sie ließ eine zum Garten führende Veranda anbauen und zog 1957 ins Erdgeschoss, wo sie als Schauspielerin und Intendantin bis zu ihrem Tod 1971 lebte.

Mit Brecht und Weigel gelangte das Berliner Ensemble – vom eigenen Staat misstrauisch beäugt – zu Weltruhm. 

Zum Internationalen Museumstag lädt das Museum zu kostenfreien Führungen durch die original erhaltenen Wohnungen des Künstlerpaares ein.