Ringvorlesung: 20 Jahre Valeska-Gert-Gastprofessur
Valeska Gert and her Afterlives
14.4.2026, 16:15–17:45 Uhr

Vortrag

Die Ringvorlesung nimmt das 20-jährige Jubiläum der Valeska-Gert-Gastprofessur zum Anlass, Gerts Beiträge zu Tanz, Film, Performancekunst, experimentellem Theater, Klangkunst, Dadaismus, queerer und feministischer Kultur sowie Aktivismus zu feiern.

Flyer zur RIngvorlesung 20 Jahre Valeska Gert-Gastprofessur
Flyer zur RIngvorlesung „20 Jahre Valeska Gert-Gastprofessur“
© Lindsey Drury

Politische Dissidentin, Kabarettistin, Filmstar, Clubbesitzerin, Provokateurin, jüdische Exilantin, experimentelle Performancekünstlerin und Fernsehschauspielerin: Valeska Gert überlebte zwei Weltkriege und war auf zwei Kontinenten als Künstlerin erfolgreich, die sich keiner Kategorie zuordnen ließ. Als echte Rebellin schuf Gert ein Werk, das alle Grenzen der darstellenden und zeitbasierten Künste überschritt und die sogenannten „populären“ und „hohen“ Kunstwelten respektlos miteinander vermischte.

Die von Lindsey Drury und Lucia Ruprecht kuratierte Ringvorlesung nimmt das 20-jährige Jubiläum der Valeska-Gert-Gastprofessur zum Anlass, Gerts Beiträge zu Tanz, Film, Performancekunst, experimentellem Theater, Klangkunst, Dadaismus, queerer und feministischer Kultur sowie Aktivismus zu feiern.

Tanzwissenschaftler*innen und internationalen Gastredner*innen diskutieren Gerts Bedeutung im Kontext des Weimarer Tanzes, ihre Position während der Jahre des Nationalsozialismus, ihre autobiografischen Schriften und ihre antiautoritäre, queer-feministische künstlerische Arbeit.

Die Ringvorlesung verbindet den Forschungskontext der Universität mit den Beständen zu Gert im Archiv der Akademie der Künste, untersucht zeitgenössische Ansätze zu Gerts Werk von Künstler*innen wie Jule Flierl und Eszter Salamon und befasst sich mit dem Einfluss, den Gert auf historiografische und theoretische Entwicklungen in der Tanzwissenschaft hatte. Die Ringvorlesung vermittelt damit ein aktuelles Bild der Forschung zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der Tanzgeschichte.

Termine

Informationen

  • 14.4.

  • Lucia Ruprecht

  • Eröffnungsveranstaltung: Valeska Gert Season – Valeska Gert und das Nachleben von Gesten (in englischer Sprache)

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  • 21.4.

  • Yvonne Hardt

  • Re-Searching Valeska Gert: Methodologische Herausforderungen und Transformationen der Tanzwissenschaft (in englischer Sprache)

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  • 28.4.

  • Lindsey Drury

  • Hexe: Gert als Nachleben (in englischer Sprache)

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  • 5.5.

  • Kate Elswit

  • Valeska Gerts Provokationen für die Tanzwissenschaft (in englischer Sprache)

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  • 12.5.

  • Susanne Foellmer

  • Valeska Gert: Kunst als kritische Praxis (in englischer Sprache)

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  • 26.5.

  • Paul Flaig

  • Vom Groteskfilm zum Grotesktanz: Valeska Gert zwischen dem Kino der Weimarer Republik und amerikanischem Slapstick (in englischer Sprache)

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  • 2.6.

  • Felix Stenger

  • Der Tod ist grotesk: Nachleben als Überleben (in deutscher Sprache)

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  • 9.6.

  • Christina Thurner

  • Kaleidoskope eines Tänzerinnenlebens. Valeska Gerts autobiografische Schriften (in deutscher Sprache)

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  • 16.6.

  • Helene Herold

  • Valeska Gert and her Afterlives – Das Valeska-Gert-Archiv im Archiv der Akademie der Künste (in deutscher Sprache)

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  • 23.6.

  • Kirsten Maar

  • Dis-artikulation in Jule Flierls „Störlaut“ und Eszter Salamons „Voices and Witches“ und das Valeska Gert Monument (in englischer Sprache)

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  • 30.6.

  • Jacqueline Davis

  • „Enttäuschend“, „deprimierend“, „ungewöhnlich“: Valeska Gert in Amerika (1936, 1939–1947) (in englischer Sprache)

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  • 7.7.

  • Susan Manning

  • Mary Wigman und Valeska Gert (in englischer Sprache)

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  • 14.7.

  • Eunice Martins

  • Abschlussveranstaltung: Tagebuch einer Verlorenen (Diary of a Lost Girl, G. W. Pabst, Deutschland 1929) mit Live-Klavierbegleitung