MaerzMusik
Klangforum Wien: Archipelische Klänge
22.3.2026, 12 Uhr

KonzertGespräch

Das Klangforum Wien durchwandert archipelische Klanglandschaften, in denen ein sich verzweigendes Denken und Hören die strengen Abgrenzungen zwischen instrumentaler und elektronischer Musik auflöst.

Mit Werken von Laure M. Hiendl, Gerhard Stäbler, Luxa Mart*in Schüttler, anschließend Gespräch

  • Standort:Hanseatenweg, Studio
  • RollstuhlgerechtHörunterstützungGenderneutrale Toilette
  • Datum:22.3.2026
  • Uhrzeit:12 Uhr
  • Preis:22 EUR (Ermäßigt: 17 EUR)
  • Kooperation(en):Berliner Festspiele / MaerzMusik
  • Sprachen: Deutsch
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Tickets:
Das Ensemble steht in einem hellen, modernen Atrium. die Decke ist aus Glas und mehrere Stockwerke sind erkennbar.
Klangforum Wien
© Tina Herzl

Was geschieht, wenn sich Erinnerungen und Gedanken, Poesie und Installation in musikalische Strukturen einschreiben – und dort ungeahnte, hybride Verbindungen eingehen?

Programm und Besetzung

Gerhard Stäbler: Den Müllfahrern von San Francisco. Ein Akronym aus akustischen Erinnerungen an eine Reise (1988/1990)
Für Ensemble

In den akustischen Reiseerinnerungen von Gerhard Stäbler hallen Echos zwischen den hydraulischen Klängen und „erschreckend reinen Terzen“ eines Mülllastwagens wider, der ihn in San Francisco einmal aus dem Schlaf riss. Gemischt mit den sprachlichen Rhythmen des Beatpoeten Allen Ginsberg inspirierten diese Klänge den intermedialen Komponisten zu einem Stück voller Witz und Dramatik, niemand anderem gewidmet als Den Müllfahrern von San Francisco.

Laure M. Hiendl: Chronochromatic Variations IV (2026)
Für Ensemble, Uraufführung
Ein Kompositionsauftrag von MaerzMusik

In Laure M. Hiendls neuem Werk schweben die subtilen Veränderungen eines musikalischen Kerns zwischen den Polen Ruhe und Bewegung. Fasziniert von den Resonanzen zwischen Skulptur, Installation und Musik lässt der in Wien lebende Komponist* und Kurator* räumliche Eindrücke allein durch klangliche Strukturen entstehen, zugleich werden die Grenzen zwischen digitalen und analogen Räumen und Techniken verflüssigt. Wie eine Klangskulptur lädt das Werk zu verschiedenen Perspektiven ein, es von außen zu betrachten oder sich von den Veränderungen seiner Textur mitbewegen zu lassen.

Luxa Mart*in Schüttler: i wd leave leaf & dance (2022/2026)
Für Ensemble und Live-Elektronik, Uraufführung der Fassung für Ensemble

Luxa M. Schüttler weitet das archipelische Denken des martiniquischen Philosophen und Schriftstellers Édouard Glissant zu Momenten des Sich-selbst-Fremdwerdens. Aus sich verzweigenden, hybriden Klangnetzwerken, die sich zwischen elektronischen und popmusikalischen Elementen sowie akustischen Instrumentalklängen umherbewegen, entstehen feine Strukturen, unerwartete Rhythmen und stimmungsvolle Gesten. Schüttler verbindet Klangpartikel der unterschiedlichsten musikalischen Gattungen mit Gedichten von Kamau Brathwaite aus Barbados, denen auch der Titel der Komposition, i wd leave leaf & dance, entliehen ist.

Dirigent: Vimbayi Kaziboni

KLANGFORUM WIEN

Vera Fischer, Flöten
Gregory Chalier, Flöten
Markus Deuter, Oboe und Englischhorn
Bernhard Zachhuber, Klarinetten
Hugo Queiròs, Klarinetten
Álvaro Collao Leon, Saxofon
Christian Walcher, Fagott und Kontraforte
Christoph Walder, Horn
Anders Nyqvist, Trompete
Mikael Rudolfsson, Posaune
Florian Juncker, Posaune
Jack Adler-Mckean, Tuba
Alex Lipowski, Schlagwerk
Lukas Schiske, Schlagwerk
Aya Masui, Schlagwerk
Florian Müller, Klavier
Johannes Piirto, Klavier
Krassimir Sterev, Akkordeon
Miriam Overlach, Harfe
Gunde Jäch-Micko, Violine
Annette Bik, Violine
Judith Fliedl, Violine
Dimitrios Polisoidis, Viola
Paul Beckett, Viola
Benedikt Leitner, Violoncello
Andreas Lindenbaum, Violoncello
Michael Seifried, Kontrabass

Florian Bogner, Markus Wallner – Klangregie 

In Kooperation mit