Kunstpreis Berlin – Jubiläumsstiftung 1848/1948
18.3.2026, 19 Uhr

Preisverleihung

Dem Turnus der sechs Sektionen der Akademie der Künste folgend wird der mit 15.000 Euro dotierte Große Kunstpreis Berlin 2026 in der Sparte Musik verliehen und geht an die US-amerikanische Komponistin und Sängerin Meredith Monk.

  • Standort:Pariser Platz, Plenarsaal
  • AufzugBedingt rollstuhlgerecht
  • Datum:18.3.2026
  • Uhrzeit:19 Uhr
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Termin speichern
  • Eintritt frei, Einlass nur mit Ticket

    Die Veranstaltung ist ausgebucht.

    Aufgrund des Krieges im Nahen Osten können die Kunstpreisträger der Sektion Baukunst, Elias und Yousef Anastas, nicht zur Preisverleihung nach Berlin reisen. Eine Zuschaltung per Video ist vorgesehen.

    Begrüßung:
    Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste
    Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin

    Moderation:
    Carola Bauckholt, Direktorin der Sektion Musik der Akademie der Künste

    Laudatio:
    Marie-Anne Kohl, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Meredith Monk
Meredith Monk
© Rosalie O'Connor

Die Akademie der Künste ehrt mit Meredith Monk eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Künstler*innen der Gegenwart. Zudem werden die Kunstpreise Berlin vergeben an Daria Chernyshova, Elias und Yousef Anastas, Sofia Jernberg, Jayne-Ann Igel, Matthias Jakisic und an das FSK Kino Berlin.

Die Jury für den Großen Kunstpreis Berlin bildeten die Komponistinnen Carola Bauckholt und Iris ter Schiphorst (Direktorium der Sektion Musik der Akademie der Künste), sowie Christine Fischer, Intendantin der Stuttgarter Institution Musik der Jahrhunderte.

Mit dem Preis an Meredith Monk wird ein einzigartiges und einflussreiches 60-jähriges Lebenswerk gewürdigt, das sich durch eine besondere Durchdringung verschiedener Disziplinen und Wahrnehmungsformen und eine humorvolle große Gestaltungskraft auszeichnet. Als Komponistin, Vokalkünstlerin, Regisseurin und Choreografin von Weltruhm hat Meredith Monk neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen, die ihr Zentrum in einem interdisziplinären Performanceansatz haben. Mit diesem Ansatz hat sie schon sehr früh neue Perspektiven für Komposition und Notation eröffnet, die Generationen prägten. Bahnbrechend war bereits ihr Werk Quarry: an opera in three movements (1976). Zahlreiche große Produktionen, die Gründung von Ensembles und Vermittlungsarbeit folgten. Zuletzt hat sie 2023 Indra’s Net geschaffen, den dritten Teil einer Trilogie, in der sie sich mit unserer Beziehung zur Natur auseinandersetzt, und der auf die hochgelobten Teile On Behalf of Nature (2013) und Cellular Songs (2018) folgt.

Neben dem Großen Kunstpreis Berlin werden die sechs Kunstpreise Berlin in den künstlerischen Sektionen verliehen. Sie gehen an die in der Ukraine geborene Künstlerin Daria Chernyshova (Bildende Kunst), die palästinensischen Architekten Elias und Yousef Anastas aus Bethlehem und Paris (Baukunst), die schwedische Sängerin (Sopran), Komponistin und Vokalistin Sofia Jernberg (Musik), die deutsche Schriftstellerin Jayne-Ann Igel (Literatur), den österreichischen Künstler Matthias Jakisic (Darstellende Kunst) und an das unabhängige Filmkunstkino FSK Kino Berlin (Film- und Medienkunst). Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Der Kunstpreis Berlin – Jubiläumsstiftung 1848/1948 wurde 1948 in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Seit 1971 wird er von der Akademie der Künste im Auftrag des Landes verliehen. Die Auszeichnung von Künstler*innen soll die besondere Bedeutung der Künste für eine freiheitliche Gesellschaft hervorheben.

Mit dem Großen Kunstpreis ausgezeichnet wurden in den letzten Jahren Gilles Clément (2025), Simone Fattal (2024) und Joachim Trier (2023).