Freiheit zu tanzen – Von Laban bis Pina Bausch
Anne Linsel Pinas Perlen
20.11.2025, 20:30 Uhr

FilmGespräch

20.30 Uhr: Pinas Perlen
Interviewfilm von Anne Linsel, D 2024 (Berlin-Premiere)
Im Anschluss Gespräch mit Anne Linsel und Lutz Förster
Moderation: Johannes Odenthal

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Der Film beleuchtet die Biografien der Tänzer*innen, die das Tanztheater Wuppertal gemeinsam mit der Choreographin Pina Bausch geprägt und weiterentwickelt haben. Sie berichten von ihrer Kindheit, ihrem familiären und kulturellen Umfeld, ihrer tänzerischen Ausbildung, ihrem Weg zu Pina Bausch, der besonderen Arbeit mit der Choreographin und der Weitergabe der Stücke nach dem Tod von Pina Bausch. Aus rund 40 Stunden Interviewmaterial entstand der 75-minütige Film, der vielseitige Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des Tanztheaters Wuppertal ermöglicht.

Die Unsichtbaren – Aufbruch, Unterbrechung und Weitergabe im Tanz

Akademie-Mitglieder erinnern im November und März an den Aufbruch des künstlerischen Tanzes zu einer freien, der klassischen gleichberechtigten Form, die den zeitgenössischen Tanz begründete. Dass diese Wege sich auch in ihren Biografien kreuzen, und verständnisvertiefend hier zusammentreffen können, ist ein Leitmotiv des Programms. Susanne Linke, Reinhild Hoffmann und Arila Siegert reflektieren, wie ihr Werdegang durch die Protagonist*innen des Ausdruckstanzes geprägt wurde. In deren Nachfolge stand auch Pina Bausch, ihre Tänzer*innen sprechen in einem Film sehr persönlich über ihre Wege zum Tanz; der Autor Norbert Servos setzt ihn zu Individuation und Freiheit in Beziehung.

Die Geschichte der Ausdruckstanzbewegung, auch die vieler heute fast vergessener Künstler*innen, deren Weg durch Nationalsozialismus und Krieg unterbrochen wurde oder deren Leben endete, erzählt John Neumeiers titelgebende Tanzcollage Die Unsichtbaren mit dem Bundesjugendballett, eine ganz eigene ästhetische Sprache dafür findend und auf bewegend authentische Weise. Sie ist zum Abschluss des Programms erstmals in Berlin zu sehen (4./5.3.2026, Haus der Berliner Festspiele).