Berlin-Karussell: Die Akademie als lebendige künstlerische Praxis
Arnold Dreyblatt orchestriert in Zusammenarbeit mit raumlaborberlin die Aktionen von über 40 Künstler*innen in einem offenen Kunstraum

Datum und Uhrzeit:21.4.2026, 11 UhrSektion:Presse

Workshops, Konzerte, Performances, Talks, Lesungen, Open Studios 
1. Mai – 7. Juni 2026, Hanseatenweg
Eröffnung 30. April 2026 mit u. a. Mouse on Mars

Mit dem Projekt Berlin-Karussell eröffnet der Künstler und Komponist Arnold Dreyblatt in der Akademie der Künste am Hanseatenweg einen offenen Kunstraum. Mehr als 40 internationale Künstler*innen verschiedener Disziplinen arbeiten über einen Zeitraum von fünf Wochen an künstlerischen Projekten. Der Raum, speziell für das Projekt vom Kollektiv raumlaborberlin in Zusammenarbeit mit Raul Walch in einer Ausstellungshalle und den Foyers konzipiert, wird zugleich zu einem Ort der Produktion und zu einem Ort, in dem die Grenzen künstlerischer Kategorien überschritten und erweitert werden. Besucher*innen sind täglich zwischen 14 und 19 Uhr eingeladen, künstlerische Praxis im Prozess zu beobachten oder auch daran teilzunehmen. Bei Abendveranstaltungen präsentieren die beteiligten Künstler*innen und Kollektive sowohl die im Raum entwickelten Ereignisse als auch weitere künstlerische Arbeiten. Raumlaborberlin lädt am 17. und 21. Mai zu einem „Diskursiven Dinner“ an den Hanseatenweg. 
Zur Eröffnung von Berlin-Karussell am 30. April mit Performances und Party präsentiert das Elektronik-Duo Mouse on Mars ein Live-Set seiner eigenwilligen Soundwelt zwischen Club, Kunst und Experiment. 

Arnold Dreyblatt verwandelt mit Berlin-Karussell die Akademie der Künste in eine temporäre „Arbeitsakademie“, in der die beteiligten Akademie-Mitglieder und eingeladene Künstler*innen prozessorientierte Forschung, Diskussion, Performance und Interaktion entfalten. In Anlehnung an John Cages Zirkulationsprozesse orchestriert Dreyblatt die vielfältigen künstlerischen Ereignisse zu einer nicht-zentrierten Komposition. Interdisziplinarität sowie zeit- und prozessbasierte Kunstformen, die innerhalb dieses offenen Arbeitsprozesses erfahrbar werden, bilden den Kern des Projekts.

Mitwirkende Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kurator*innen: 
Hubertus von Amelunxen, Çağlasu Aslan, Patrizia Bach, Ethan Braun, Arno Brandlhuber, Andreas Bülhoff, Anna Butter, Benedetta Castrioto, Alfredo Costa-Monteiro, Moussa Coulibaly, Jakob Deider, DJ Shlucht, Jan Faktor, Dani Gal, Manuele Gragnolati, Ulrike Grossarth, Constanze Haas, Adrienne Herr, Christoph Holzhey, Gary Hurst, Dominique Hurth, Hwanhee Hwang, Petja Ivanova, Käthe Kruse, Raimund Kummer, Brandon LaBelle, Elisabetta Lanfredini, Claus Löser, Anton Lukoszevieze, Amir Mardaneh, Marc Matter, Nanne Meyer, Ari Benjamin Meyers, Mouse on Mars, Hajnal Nemeth, Daniel Ott, An Paenhuysen, Jovana Popic, Steffen Reck, Stefan Römer, Andreas Rost, Eran Schaerf, Eva-Maria Schön, Geetha Sridharan, Christoph Tannert, Iris ter Schiphorst, Manos Tsangaris, Jakob Ullmann, Maria Ustenko, Manuel de Villiers, Cécile Wajsbrot, Raul Walch, Sasha Waltz, Jan St. Werner, Jeremy Woodruff, Walter Zimmermann, Vizma Zvaigzne; weitere Beiträge von Berlin School of Sound, Internationales Künstlergremium (IKG), Internationale Gesellschaft der bildenden Künste e. V. (IGBK), n.b.k. Video-Forum, raumlaborberlin, Sächsische Akademie der Künste, Sound Practice Research Kollektiv (SPRK) der Folkwang Universität der Künste, Studio für Elektroakustische Musik, Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen, weißensee kunsthochschule berlin u. a.

Arnold Dreyblatt ist Installationskünstler, Performance-Künstler, Komponist und Musiker. 1953 in New York City geboren, lebt er seit 1984 in Berlin. Seit 2007 ist er Mitglied der Akademie der Künste; seit 2021 Stellvertretender Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste. Arnold Dreyblatt hat seit den 1990er-Jahren in verschiedenen performativen Installationsprojekten mit der Festlegung überlappender Zeitverläufe in Partituren gearbeitet. John Cages bahnbrechende Arbeit Theater Event No. 1 (Black Mountain College, 1952), bei der Künstler*innen innerhalb vorgegebener Zeitfenster simultane Aktivitäten ihrer Wahl zwischen dem Publikum aufführten, ist eine wichtige Referenz für Dreyblatts künstlerische Praxis bis heute.

Programm und Zeitplan: adk.de/berlin-karussell
Berlin-Karussell wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Veranstaltungsdaten
Berlin-Karussell. Die Akademie als lebendige künstlerische Praxis
Laufzeit: 1. Mai – 7. Juni 2026
Di – So ab 14 Uhr
Pfingstmontag 25.5. geöffnet
14 – 19 Uhr Eintritt frei, ab 19 Uhr:  € 7,50 / 5 
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Tel. 030 200 57-2000, info@adk.de

Eröffnung 30. April 2026
19 Uhr
mit Manos Tsangaris, Arnold Dreyblatt, raumlaborberlin
Marc Matter, Sound Practice Research Kollektiv (SPRK) der Folkwang Universität der Künste
ab 21 Uhr: DJ-Sets mit Anna Butter, Mouse on Mars