Busoni-Kompositionspreis 2026 an Njabulo Phungula. Förderpreis an Raphaëlle Aoun
Preisverleihung und Konzert am 13. November 2026, 19 Uhr, Akademie der Künste, Pariser Platz
Der Busoni-Kompositionspreis geht in diesem Jahr an den südafrikanischen Komponisten Njabulo Phungula. Raphaëlle Aoun erhält den Förderpreis. Die Preisverleihung mit Konzert findet am Freitag, den 13. November 2026, in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt. Es begrüßt Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste. Die Laudationes hält Annette Schlünz. Gemeinsam mit Anna Korsun und Christopher Fox bildet sie die Preisjury. Alle drei Komponist*innen sind Mitglieder der Akademie der Künste. Das Berliner ensemble mosaik spielt für dieses Konzert komponierte Uraufführungen der beiden Preisträger*innen und ein Werk des Namensgebers des Preises, Ferruccio Busoni. Der Busoni-Kompositionspreis ist mit 7.000 Euro, der Förderpreis mit 3.000 Euro dotiert.
Njabulo Phungula (geb. 1993) ist ein Komponist aus Durban, Südafrika.
Seine Werke wurden in Südafrika, den USA und in ganz Europa aufgeführt, unter anderem vom Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche, dem International Contemporary Ensemble, dem Kompass Ensemble, Yarn/Wire, dem JACK Quartet, dem Odeion String Quartet, PULSE, dem Mizar Trio sowie von Christine Chapman, Marco Blaauw, Bronwen Clacherty, Stephanie Lamprea, Midori Samson und Naomi Sullivan. Zusammen mit Brydon Bolton komponierte er zudem die Musik für Louis Coetzers Stück „AUTOPLAY“ für das Darkroom Contemporary Dance Theatre. Er erhielt Aufträge und Stipendien von NewMusicSA, dem New Music Forum in Stellenbosch, dem JACK Studio, impuls und dem Goethe-Institut; seine Werke wurden auf Festivals wie dem Unyazi Music Festival: „Infrastructures“, dem SASRIM Composers’ Meeting, „Deep Time“, den ISCM World New Music Days, bei impuls, den Cortona Sessions, Wien Modern sowie im Rahmen des Programms „Always, Already There“ am HKW in Berlin aufgeführt.
Er war JACK Studio Artist (2020–22), Stipendiat des Programms „Postcolonial Recherche“ (2021–22) und ist derzeit Teilnehmer am LamnthLab (2025/26). Er wurde zum Preisträger des impuls-Komponistenwettbewerbs 2025 ernannt und erhielt 2023 den Henri-Lazarof-Preis.
Raphaëlle Aoun (geb. 2004) ist eine libanesische Komponistin, die in Berlin lebt.
Ihre Werke wurden von renommierten Ensembles und Solisten aufgeführt, darunter das Ensemble Modern, das Ensemble Musikfabrik, das Ensemble LUX:NM, das MotoContrario Ensemble, die United Instruments of Lucilin, das Art Percussion Ensemble, das Celloduo Abele-Manaev, das Duo Tocar, Matthias Bauer und Michael Vogt. Sie wurde für die Teilnahme an Festivals und Residenzen ausgewählt, darunter das Klangwerkstatt Festival Berlin, das Mixtur Festival, das Rainy Days Festival, die Akademie Kontemporär Hamburg, das Young Composers Meeting 2026 und das Residenzprogramm Precept.Concept.Percept. XIII. Raphaëlle Aoun wurde beim II. Internationalen Wettbewerb „Randspiele“ in Zepernick und bei „Jugend Komponiert Deutschland“ ausgezeichnet. Seit Oktober 2024 absolviert sie ein Bachelorstudium im Fach Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, nachdem sie zuvor bei dem Komponisten Helmut Zapf studiert hatte. Sie vertiefte ihre Kenntnisse bei renommierten Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Marc Sabat, Carola Bauckholt, Milica Djordjević, Gordon Kampe, Oscar Bianchi, Arnulf Herrmann und anderen.
Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge, in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte Komponist*innen vergeben. Die letzten Preisträger*innen waren Maximiliano Alejandro Soto Mayorga und Lauren Siess (2024). Mit der Auszeichnung fördert die Akademie der Künste den kompositorischen Nachwuchs; seit 1992 zusätzlich auch Kompositionsstudent*innen.
Programm
Begrüßung: Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste
Laudationes: Annette Schlünz
Raphaëlle Aoun: latent (UA, 2026) für Violine, Bratsche, Schlagwerk, Flöte und Klarinette
Ferruccio Busoni: Serenata (in G minor) Op. 34 (1883) für Violoncello und Klavier
Njabulo Phungula: like knotted strings (2022, rev. 2023) für Streichquartett
Njabulo Phungula: the skin of the forest cradles the earth’s soul (UA, 2026) für 7 Musiker*innen (Violine, Bratsche, Violoncello, Klavier, Schlagwerk, Flöte, Klarinette)
Es spielt das ensemble mosaik.
Veranstaltungsdaten
Busoni-Kompositionspreis 2026 an Njabulo Phungula (Preisträger) und Raphaëlle Aoun (Förderpreisträgerin)
Preisverleihung und Konzert
Freitag, 13. November 2026, 19 Uhr, Eintritt frei
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Pressekarten unter presse@adk.de, Tel. 030 200 57 1514
vgl. Pressemeldung vom 14.09.2026