Vorschau Herbstprogramm:
Metaxy : Zwischen
Zerstörung und Wiederaufbau

Datum und Uhrzeit:4.6.2026, 9.58 UhrArchitekturAusstellung

Das Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Vermittlungsprojekt richtet den Blick auf den Zeitraum zwischen Zerstörung und Wiederaufbau, auf jenen unsicheren Moment, in dem noch offen ist, wie Gesellschaften mit Verlust, Schuld und Erinnerung umgehen.

Metaxy : Zwischen
Zerstörung und Wiederaufbau

10.9. – 6.12.2026
Eröffnung am 9.9.2026
Akademie der Künste, Hanseatenweg


Kriege, Konflikte und ökologische Katastrophen zerstören weltweit Städte und Lebensräume. Der Wiederaufbau ist eine dringende Aufgabe. Millionen von Menschen brauchen Schutz, Räume, Sicherheit. Doch allzu oft wird Wiederaufbau als technisches Projekt verhandelt, als schnelle Rückkehr zur Ordnung, als vermeintliche „Stunde Null“ und Gelegenheit für Investition und Innovation. Dabei droht aus dem Blick zu geraten, wer über seine Gestaltung entscheidet und in wessen Interesse.

„Metaxy : Zwischen“ setzt genau hier an. Das Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Vermittlungsprojekt richtet den Blick auf den Zeitraum zwischen Zerstörung und Wiederaufbau, auf jenen unsicheren Moment, in dem noch offen ist, wie Gesellschaften mit Verlust, Schuld und Erinnerung umgehen. Bevor gebaut wird, müssen Fragen geklärt werden: Wer darf zurückkehren? Wem gehört der Boden? Welche Geschichte wird erzählt? Werden diese Fragen verdrängt, setzt sich Gewalt in anderer Form fort – durch Ausschluss, Überschreibung und neue Machtverhältnisse.

Die Ausstellung ist für die Akademie der Künste mit einer Selbstbefragung ihres Standorts im Hansaviertel als historischem Ort des Wiederaufbaus nach 1945 verbunden. Zugleich eröffnet sie eine globale Perspektive mit Künstler*innen und Raumpraktiker*innen, die ihre Arbeit aus jenen Zwischenzuständen heraus entwickeln, die durch Krieg, Konflikt und ökologische Katastrophen verursacht werden. 

Die drei Themenbereiche, welche die Ausstellung gliedern, Häuser – Böden – Zeiten, nimmt das diskursive und performative Veranstaltungsprogramm auf und richtet zu diesen Themen Symposien aus. Dafür wird in den Ausstellungshallen ein Veranstaltungsort gestaltet, der mit Künstler*innengesprächen, Filmscreenings, Performances und szenischen Lesungen bespielt wird. Teil der kuratorischen Dramaturgie sind als „Zwischenstücke” konzipierte performativ-musikalische Miniaturen, die sowohl den Veranstaltungsort als auch die gesamten Ausstellungshallen bespielen. Sie greifen in laufende Situationen ein, unterbrechen sie, verschieben Perspektiven und verbinden unterschiedliche Ebenen der Ausstellung miteinander. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm begleitet das Projekt.

Beteiligte Künstler*innen und Raumpraktiker*innen:
u. a. Hala Alnaji, Archigrest, Marina Tabassum Architects, Maja Bajević, Tiffany Chung, Co-Haty, Paul Hübner, Salma Samar Damluji, Forensis, Open Group, Ola Hassanain, V. Mitch McEwen, Kioomars Musayyebi , Arinjoy Sen, Nurit Stark, Syrbanism, topoScape, Immanuel Schumacher, Feda Wardak, Eyal Weizman, Ines Weizman, Julita Wójcik, Lebbeus Woods

Kurator*innen:
Anh-Linh Ngo, Johanna M. Keller, Christian Hiller, Felix Hofmann, Markus Krieger, Daniel Kuhnert, Melissa Makele

„Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“ ist ein Projekt der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit ARCH+ 

Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Veranstaltungsprogramm wird mit freundlicher Unterstützung und in Kooperation mit der KfW Stiftung umgesetzt.

Weitere Förder*innen: Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste, Hans Sauer Stiftung

Kooperationspartner*innen:
Deutsche UNESCO-Kommission e. V.; IBA Ukraine; OFFEN FÜR KULTUR / Hansabibliothek (Stadtbibliothek Berlin-Mitte); Royal College of Art; SCHAUSTELLE Nachkriegsmoderne; Spreepark Art Space; Ukrainisches Institut in Deutschland

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