Von Auerbach bis Zille. Künstlerische Grüße aus dem Archiv


Informationen
- 176 Seiten
- ca. 70 Abbildungen
- Deutsch
- Best.-Nr.: 1219
- 28,00 EUR
- ab August erhältlich
Seit den Anfängen der Klassischen Moderne nutzen Künstlerinnen und Künstler das kleine Format, um Ideen, Stimmungen und Freundschaftsbekundungen festzuhalten – von den Expressionisten der »Brücke« bis in die Gegenwart. Künstlergrüße auf Postkarten, Briefen und ungewöhnlichen Bildträgern eröffnen einen faszinierenden Kosmos zwischen persönlicher Mitteilung und eigenständigem Kunstwerk. Die Verbindung von Bild und Text erzeugt dabei konzentrierte „Schrift-Bilder“, in denen sich Alltägliches, Poetisches und Politisches auf engstem Raum verdichten. Michael Krejsa und sein Team schöpfen aus den reichen Beständen des Archivs Bildende Kunst der Akademie der Künste in Berlin und machen bisher kaum bekannte Arbeiten aus über einem Jahrhundert sichtbar. Als Teil umfangreicher Vor- und Nachlässe dokumentieren diese oft unscheinbaren Objekte den „Maschinenraum“ der Kunstgeschichte. Sie zeigen, wie eng Leben und Arbeiten verflochten sind, und machen die künstlerische Handschrift unmittelbar erfahrbar. Sibylle Badstübner‑Gröger zeigt Künstlerbriefe und ‑karten als persönliche, oft auf das Wesentliche verdichtete Ausdrucksform künstlerischer Praxis und Kommunikation, während Eckhart J. Gillen sie vor allem als historische Quellen erschließt, die künstlerische Netzwerke, kulturpolitische Konfliktlagen und den Stellenwert der Kunst sichtbar machen. Die Auswahl vereint 66 exemplarische Grüße aus den Jahren 1921 bis 2012 – handgezeichnete Postkarten, collagierte Briefe oder spontane Skizzen, die als Geschenk, Kommentar oder Zeichen der Verbundenheit verschickt wurden. So entsteht ein vielstimmiges Panorama: humorvoll und nachdenklich, politisch und intim, geprägt von Experimentierfreude und persönlicher Geste.
- Herausgeber*innen
- Im Auftrag der Akademie der Künste herausgegeben von Michael Krejsa
- Verlag(e)
- Akademie der Künste
Quintus-Verlag / Verlag für Berlin-Brandenburg - Erscheinungsjahr
- 2026
- ISBN
- 978-3-96982-128-2