
Meredith Monk
Der Große Kunstpreis Berlin 2026 geht an die bedeutende US-amerikanische Komponistin und Sängerin Meredith Monk (geb. 1942 in New York).
Die Jury bildeten die Komponistinnen Carola Bauckholt und Iris ter Schiphorst (Direktorium der Sektion Musik der Akademie der Künste), sowie Christine Fischer, Intendantin der Stuttgarter Institution Musik der Jahrhunderte.
Mit dem Preis an Meredith Monk wird ein einzigartiges und einflussreiches 60-jähriges Lebenswerk gewürdigt, das sich durch eine besondere Durchdringung verschiedener Disziplinen und Wahrnehmungsformen und eine humorvolle große Gestaltungskraft auszeichnet. Als Komponistin, Vokalkünstlerin, Regisseurin und Choreografin von Weltruhm hat Meredith Monk neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen, die ihr Zentrum in einem interdisziplinären Performanceansatz haben. Mit diesem Ansatz hat sie schon sehr früh neue Perspektiven für Komposition und Notation eröffnet, die Generationen prägten. Bahnbrechend war bereits ihr Werk Quarry: an opera in three movements (1976). Zahlreiche große Produktionen, die Gründung von Ensembles und Vermittlungsarbeit folgten. Zuletzt hat sie 2023 Indra’s Net geschaffen, den dritten Teil einer Trilogie, in der sie sich mit unserer Beziehung zur Natur auseinandersetzt, der auf die hochgelobten Teile On Behalf of Nature (2013) und Cellular Songs (2018) folgt.