Akademie-Gespräch mit Navid Kermani: Widersprüche aushalten
24.2.2026, 19 Uhr

Gespräch

Mit Navid Kermani, Diedrich Diederichsen, Eva Menasse und Manos Tsangaris

  • Standort:Pariser Platz, Plenarsaal
  • AufzugBedingt rollstuhlgerecht
  • Datum:24.2.2026
  • Uhrzeit:19 Uhr
  • Preis:7,50 EUR (Ermäßigt: 5 EUR)
  • Sprachen: Deutsch
  • Termin speichern
  • Die Veranstaltung ist stark nachgefragt: Ggf. Restkarten an der Abendkasse

    Die Veranstaltung wird per Audio im Foyer übertragen.

Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Romans Sommer 24 diskutiert Navid Kermani mit Diedrich Diederichsen, Eva Menasse und Manos Tsangaris über die Paradoxien unserer Zeit – einer solchen, in der sich vertraute Welten auflösen, während Kriege nah gerückt sind und Debatten schriller werden – und darüber, wie sich das alles in der Wahrnehmung einzelner Menschen niederschlägt.

Im Roman hält Kermani Erlebnisse fest, die durch Gleichzeitigkeit in einen Zusammenhang gestellt werden. Wie fügen sich private Erlebnisse in die Weltlage ein und wie hängt das Politische mit dem Privaten zusammen? Persönliche Erfahrungen prägen die Fähigkeit zur Empathie angesichts des Sterbens in Gaza, in der Ukraine, im Sudan, der Gewalt in Iran, angesichts einer zunehmend menschenunwürdigen Flüchtlingspolitik hierzulande. Wo beginnt die eigene Verantwortung, und wo läuft sie ins Leere? 

Im Gespräch: 
Diedrich Diederichsen, Essayist und Kulturwissenschaftler 
Navid Kermani, Schriftsteller 
Eva Menasse, Schriftstellerin, Mitglied der Sektion Literatur der Akademie der Künste 
Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste und Komponist

Navid Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Hölderlin-Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2024 mit dem Thomas-Mann-Preis für seinen Roman Das Alphabet bis S (Roman, 2023).

Diedrich Diederichsen ist Essayist, Kulturwissenschaftler, Kurator und Journalist. In den 1980er-Jahren war er Redakteur der Zeitschriften Sounds und Spex. Ab 1992 war er international als Hochschullehrer tätig. Zuletzt erschienen der Essayband Das 21. Jahrhundert und Ästhetik im Planetarischen Zeitalter. Er lebt in Berlin. 

Eva Menasse debütierte im Jahr 2005 mit dem Familienroman Vienna. Es folgten Romane und Erzählungen (Lässliche Todsünden, Quasikristalle, Tiere für Fortgeschrittene), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Jonathan-Swift-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. 

Manos Tsangaris ist Komponist, Trommler und Installationskünstler. Er gilt als einer der international bedeutendsten Vertreter des Neuen Musiktheaters. Neben den musiktheatralen Kompositionen entstehen auch Gedichte, Prosa-Texte und installative wie bildnerische Werke. Von 2016 bis 2024 leitete Manos Tsangaris zusammen mit Daniel Ott die Münchener Biennale für Neues Musiktheater. Von 2009 bis 2026 war er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

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